CHEMISCHES AUS DEM „PAPYRUS EBERS"
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und zuweilen auch in Form von Natronwasser. 1 Das Natrondes Südens ist vermutlich das auch b-s-n genannte Laugen-salz aus den Natronwüsten im Westen Unterägyptens, 2 dasNatron des Nordens aber das Salz Hosmen 3 aus der Gegendder nördlichen libyschen Oase, des sog. Salzgaues oder „NomosNitrites", nach dem es auch Netri heißt; 4 es diente u. a. zuReinigungs- und Kultzwecken, wie denn Ramses III. (um1200 v. Chr.) den Tempeln der Götter auch 1843 Artaben(Hohlmaße) Natron und Salz, sowie Ziegel aus Natron undSalz weihte. 5 — Fachgelehrte mögen entscheiden, ob nichtder Name Netri (von dem unser Natron kommt) auch in derSubstanz Netri-tit steckt, die zweimal als „Metall", und ein-mal als „Körner" angeführt, und nach einer Angabe Brugschsmit „Götterkot" übersetzt wird 6 (s. hierüber weiter unten).
10. Andere Mineralien. Gips (?) wird einmal er-wähnt, 7 Alabaster, dessen schon die Inschriften des altenReiches gedenken, 8 wiederholt, u. a. auch als Zusatz zuSchminken in Gestalt von Staub oder Mehl; 9 an einer Stelle 10soll es fraglich bleiben, ob Eisen oder Alabaster zu verstehen ist.
Lapis Lazuli, dessen Name „Chesbet" aus dem Chal-däischen kommt und auf Vorderasien als Bezugsquelle hin-weist, 11 findet sich mehrmals verschrieben, zweimal ausdrücklichals „echter"; 12 tatsächlich erwähnen auch Inschriften aus derZeit Thutmosis III. (um 1500 v. Chr.) schon „unechten",der nach Lepsius aus einem prächtigen blauen Glasflussebestand 13 . — Roter Jaspis diente als Mittel gegen Blut-flüsse u. dgl. (vermutlich, ebenso wie Bluteisenstein, aus sym-pathetischen Gründen); nach Lepsius wurde er schon in alterZeit häufig als Amulett getragen. 14 - Die Natur des Uat-Stein es,
• S. 179. * Brugsch, S. 428, 457. s Bei Woenig, S. 373
„Hesmen". * Brugsch, S. 406. 5 ebd., S. 274, 406. 6 S. 64,65 - 135. ' S. 92. 8 Brugsch, S. 494. 9 S. 114, 155,
158; 157. 10 s. 90. 11 Lepsius, S. 55ff. 14 S. 91, 95.
13 Lepsius, S. 60. » ebd., S. 57.