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CHEMISCHES AUS DEM „PAPYRUS EBERS"
Kulturkreisen, so z. B. nach Humboldt im Mexikanischen,nach Labat im Karaibischen). 1
Was das Anch-Metall 2 und das Abennu-Metall 3 ge-wesen sei, ist bisher unbekannt; da auch Schwefel als „Metall"bezeichnet wird, so handelt es sich vielleicht gar nicht umwirkliche Metalle, sondern das Wort ist nur im Sinne von„gediegen" oder von „mineralisch" zu nehmen. Anch führtübrigens Lieblein als einen Eigennamen an. 4
7. Kohle. Verschiedene Rezepte enthalten als Bestand-teile Kohle, Kohle der Mauern oder Maurer (?), Kohlenpulveraus verkohlten Pflanzen, und Ruß; Kohle dürfte auch derwesentliche Bestandteil der oft verordneten „Schwärze derSchreiber" oder „Tinte" gewesen sein, da man letztere ausfeinst pulverisierter Holzkohle und Gummiwasser zu bereitenpflegte. 5 (Woraus die schön rote Tinte besteht, mit der ver-schiedene Stellen des Papyrus Ebers geschrieben sind, istnicht untersucht.)
8. Schwefel. Gepulverten Schwefels ist unter demNamen „Hunnut-Metall" nur einmal gedacht, und zwar alsBestandteiles einer Augenschminke. 6
9. Kochsalz und Soda. Salz wird als Zubehör zahl-reicher Rezepte aufgeführt, teils ohne weitere Bezeichnung,teils als Bergsalz (wohl Steinsalz), Seesalz, und Salz desNordens; ebenso wird Natron, d. i. die natürlich vor-kommende Soda, entweder nur unter diesem Namen ver-schrieben, oder als rotes Natron, als Natron des Nordens, 7Natron des Südens, 8 Sa-Samen oder Sa-Korn Oberägyptens(d. i. feinkörniges, vielleicht kleinkristallinisches Natron), alsBedet (d. i. nach Brugsch eine besonders reine Natronart), 9
1 Humboldt, „Vues des Cordilleres ..." (Paris 1816); die Stelle kannich augenblicklich nicht angeben. — Pere Labat, „Reisen nach Westindien
1693—1705", übers. Schad, Nürnberg 1783; Bd. 3, S. 105ff. 2 S. 160.
3 S. 99. 4 „Handel", S. 13. 5 Woenig, S. 105. 6 S. 90.
7 S. 140. 8 S. 144. 9 S. 120, 157, 158.