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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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Die Arzneimittellehre des Dioskurides.

Gap. 28. flspi ol'vwv oxsuaatäv aXXwv. Andere künstlicheWeine. Wir glauben, dass es für diejenigen, welche eine vollständige Kennt-niss zu erlangen streben, nicht ohne Nutzen ist, auch die Bereitung der ver-schiedenen Weinarten zu beschreiben, nicht weil ihre Verwendung häufig odernothwendig ist, sondern damit wir nicht in den Verdacht kommen, etwas Da-zugehöriges ausgelassen zu haben. Einige derselben erfordern weniger Sorg-falt (in der Bereitung) und kommen in Gebrauch, so der aus Quitten, Birnen,Johannisbrod, ebenso auch der aus Myrtenbeeren bereitete Wein. DerQuittenwein z. B., welchen Einige auch Apfelwein nennen, wird so be-reitet: Schneide Quittenäpfel nach Herausnahme der Samen wie Bübenund lege 12 Minen in 1 Metretes Most, lass sie dreissig Tage lang darin,dann seihe durch und setze den Wein bei Seite. Er wird auch auffolgende Art gemacht: Nachdem man die Quittenäpfel zerstossen und ab-gepresst hat, muss man zu 12 Xestes des Saftes 1 Xestes Honig mischenund so bei Seite stellen 1 ). Er ist adstringirend, gut für den Magen, eingutes Mittel gegen Dysenterie, Leber- und Nierenleiden sowie gegenHarnverhaltung.

') Den weiteren Verlauf der Weinbildung setzt D. als bekannt voraus.

Cap. 29. Ilspi MTjXojAsXtToc. Apfelhonig. Der Apfelhonig,auch Quittenhonig genannt, wird so bereitet, dass Quittenäpfel, welchevon den Samen befreit sind, in möglichst viel Honig gelegt werden, sodass sie wie eingeklemmt sind. Nach einem Jahre wird er mild undgleicht dem Honigwein. Er eignet sich zur Anwendung für dieselbenFälle, wie das vorher genannte Präparat.

Cap. 30. nspt 6§pojj,i]Xoo. Wassermeth. Der Wassermethwird bereitet durch Mischen von 1 Metretes Quittenhonig mit 2 Metretesabgekochten Wassers, die Mischung wird während der Hundstage in dieSonne gestellt. Er hat dieselbe Kraft wie jener.

Plinius XIV 113 nennt Hydromeli eine Mischung von fünf Jahre altem Regen-wasser mit Honig. „Einige," sagt er, „handeln klüger, indem sie dasselbe sogleichauf ein Drittel einkochen und den dritten Theil alten Honigs zusetzen, dann vierzigTage in der Hundstagshitze an der Sonne stehen lassen. Im Alter bekommt dasGetränk den Geschmack des Weines; am besten wird es in Phrygien gemacht."

Cap. 31. nept o[t<paxo[Ji£XiTo<;. Herbetraubenmeth. DerHerbetraubenmeth wird auf folgende Weise dargestellt: Nimm unreife,noch nicht dunkel gefärbte Trauben, stelle sie drei Tage in die Sonne,presse sie danach aus und gib zu 3 Theilen des Saftes gemessen 1 Theil 1 )vom besten abgeschäumten Honig, giesse es um in irdene Krüge undstelle es an die Sonne. Er hat zurückdrängende, kühlende Kraft; daher