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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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IV. Buch. Cap. 126 (128).

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') Erdepheu. 2 ) Erdweiss, bei Plinius XXIY 135 das Synonym für Farfara.3 ) Mondkraut. 4 ) Regenepheu.

Antirrhinum Asarina L. (Scrophulariaceae), von Fraas bei Lamia in Phthiotisam südlichen Abhänge des Othrys gefunden. Es ist eine kriechende, stark behaartePflanze mit herzförmigen, grobgekerbten, langgestielten Blättern und grossen, weiss-lichen, am Saum etwas gelblichen, achselständigen Blüthen. Früher (seit Brun-felsius) hielt man sie für Glechoma hcderacea L., Gundelrebe.

Cap. 125 (127). Ilspi Xa[}.anreuxYjc. Chamaipeuke. DieChamaipeuke wirkt, fein gestossen in Wasser getrunken, gut bei Hüft-schmerzen. [In einem anderen Codex 1 ).] Es ist eine ganz grüne Pflanzemit umgebogenen Blättchen und Zweigen und mit einer Blüthe wie die Rose.

') Nach Aldin.

Auch hier hat die Angabe des Plinius XXIY 136,Chamaepeuce mit der Lärcheähnlichen Blättern" bei den älteren Botanikern zu falschen Bestimmungen geführt.Sprengel zieht Staehelina (Pteronia) Chamaepeuce L. (Compositae) hierher, welchedurch die schmalen, linealen, langen, sehr gedrängten Blätter das Aussehen einerjungen Kiefer erhält. Sie hat weichhaarige Staubfäden und eine vielreihige Frucht-krone. In Kandia heimisch. Fraas nennt sie Serratula Chamaepeuce L. (Compositae),sie ist an Felsen der Gebirgsschluchten nicht selten.

Cap. 126 (128). Ilspt BouYXwaaou. Ochsenzunge. Das Bu-glosson 1 ) [die Propheten nennen es Samen des Wiesels, Osthanes Sannuchi,die Aegypter Anton erinbesor, die Römer Longaevum 2 ), auch Linguaboum 1 ), Libanis, die Afrikaner Asanaph, die Dakier Budalla] gleicht derKönigskerze, hat ein an der Erde liegendes schwarzes, stacheliges,kleineres Blatt, ähnlich einer Ochsenzunge. Dieses in Wein gelegt sollheitere Stimmung bewirken. [Es wächst im flachen Lande und an mässigrauhen Stellen 3 ).]

') Ochsenzunge. 2 ) Hochbetagt. 3 ) Den in Klammern stehenden Satz hat Cod. X.

Anchusa italica Retz. (Asperifoliaceae), Italienische Ochzenzunge.

Auch Plinius XXY 81 nennt die Pflanze Euphrosyne, weil sie den Geist auf-heitert. Die älteren Botaniker bezogen sie auf Borago, und das lustige Mittelalterdrückte dies in dem Vers aus: Ego Borago gaudia semper ago, was Gerardusübersetzt: I Borage bring always courage. Nicolaus Leonicenus (De Pliniierroribus IV 60) machte auf den Irrthum aufmerksam und Brunfelsius erklärtesie zuerst für eine Art Anchusa.

Sie ist in Griechenland und Italien heimisch, hat einen ästigen, braunen, steif-haarigen , doldentraubigen Stengel, längliche, am oberen Theile aber eiförmige, zu-gespitzte, steifhaarige Blätter und kurze Kronenblätter.

Unmittelbar hinter den Synonymen im Texte hat die Aldina Folgendes:revvÜTat et? xöitou? öfiaXou? xai äxjjLcuoei? (Stjj.ji(uSsis ?). Suva-f 5 * 1 'looXXt«!» p/rjvL

^aai 8s jtpö{ ^ooweXstv" irpö; jjiv xpixaiov, xoö s^ovco? ßou-f^woaou( xtxoXoüj oVqvaTcoxpttwsai; [j.sxa xiüv xal xoö ojcep^ato? xtjv ßoxäv-rjv, 8J8ou raetv xoü 8s xsaaapa;

E X ov xo;) xexapxatfovxi'(] 8s Stjifjai? xouxcuv auv oivcu' xal itpb? arcoaX7][iaxä <paaiv a&XP^OtJlsustV.

Es wächst in ebenen und dunstigen (sandigen ?) Gegenden, gesammelt wird es