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Die Arzneimittellehre des Dioskurides.
Paradakry 4 ), die Aegypter Erxoe, die Römer Scopa regia 5 ), die AfrikanerZigar, auch Thepso] treibt einen vierkantigen Stengel und an diesemviele fingerlange Zweiglein voll zarter Blättchen und Blüthen. DieWurzelblätter sind ähnlich denen der Sellerie, aber viel zarter, denen desKorianders 6 ) sich nähernd. Die Blüthe ist wie beim Dill, der Same wohl-riechend, kleiner als beim Bilsenkraut. Es ist harntreibend, erwärmend,befördert die Nachgeburt und ist der Milz, den Nieren und der Blasezuträglich. Anwendung findet der frische und trockene Same, sowie derdaraus und aus den Wurzeln, Stengeln und Blättern bereitete Saft mitHonigmeth.
') Bergpflanze, von ßouvö;, Höhe. 2 ) Unersättlich. 3 ) Vom Winde gebracht.*) Nebenthräne. 5 ) Königlicher Zweig. 6 ) xopiou, C. C. hat TptßoXou, Felddorn.
Sprengel erklärt, die Pflanze nicht deuten zu können. Fr aas zieht Bu-nium pumilum Sin. (Umbelliferae), Kleiner Erdknoten, hierher, -welches er imGerölle am Parnass fand, sagt aber, dass wohl die Verästelung und die Blattei-,nicht aber die Blüthen passten.
Cap. 123 (125). Ilepi ITsuSoßouviou. Pseudobunion. DasPseudobunion ist ein spannenlanger Strauch auf Kreta mit dem Bunionähnlichen scharfen Blättern und Zweigen. Vier seiner Zweige mit Wassergetrunken haben die Kraft, Leibschneiden, Harnzwang und Seitenschmerzenzu heilen. Als lauwarmer Umschlag mit Salz und Wein zertheilen sieauch Drüsen am Halse.
Trinia dioica Gaud., PimpineUa dioica Spr., nach Griesebach in Albanien,Makedonien und Bithynien.
Die älteren Botaniker hatten sich durch Plinius verleiten lassen, diese Pflanzefür eine Crucifere, Barbaren vulgaris R. Br., zu halten; er sagt nämlich XX 21:„Die Griechen unterscheiden auch in der Heilkunde zwei Arten Steckrüben, eine mitkantigen Blattstielen und Blüthen wie Dill, welche sie Bunion nennen, das Decoctdient zur Reinigung der Frauen u. s. w. . . . die andere Art nennen sie Bunias" u. s. w.Bei dem Vergleich <puXXa xai xXiüv.a ßouvtw o[xoia übersetzten sie ßouviov mit Napus.
Cap. 124 (126). Ilspt Xa[j.atxlaaoo. Chamaikissos. DerChamaikissos x ) [Einige nennen ihn Chamaileuke 2 ), Andere sterilen Epheu,Erdkranz, Selenitis 3 ), die Römer Hedera pluviatica 4 )] hat epheuähnlicheBlätter, sie sind aber grösser, zarter und zahlreich. Die Zweige sindspannenlang, voll von Blättern und kommen zu fünf oder sechs aus derErde. Die Blüthen gleichen denen der Levkoje, sind aber zarter undhaben sehr bitteren Geschmack. Die Wurzel ist zart, weiss und un-brauchbar. Er wächst an bebauten Stellen. Die Blätter sind ein gutesMittel für Ischiasleidende, wenn so viel wie 3 Obolen davon in 3 BechernWasser vierzig bis fünfzig Tage getrunken wird; ebenso vertreiben sieGelbsucht, wenn sie in gleicher Weise sechs bis sieben Tage getrunkenwerden.