IV. Buch. Cap. 99 (101).
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Dicke der Raute, an dem die Blätter stehen. Diese, fein gestossen,bringen als Kataplasma alte Geschwüre zum Vernarben. Es wächst ammeisten im flachen Lande.
Thalictrum flavum L. (Ranunculaceae), Gelbe Wiesenraute. Sprengelzieht Thal, minus hierher, dem widerspricht aber der von D. angegebene Standort;denn dieses findet sich nach Praas nur auf Hochgebirgen, während jenes in feuchterEbene und auf feuchten Bergwiesen häufig ist.
Cap. 97 (99). IIspl Bpuoo ■9-aXaaaiou. Meerlattich. DasBryon thalassion [Einige nennen es Ballaris 1 ), Andere Irane, die RömerGnomusillon] wächst auf Felsen und Muschelschalen am Meere; es istlattichartig, dünn, stengellos, stark adstringirend und wirkt gegen Ent-zündungen und Podagra, wo adstringirende Wirkung erforderlich ist.
') Vallaris, Wallpflanze, am Ufer, dem Walle des Meeres.
Es ist das Bryon des Theophrast (Hist. pl. IV 6, 6) mit breiten, dem Lattichähnlichen Blättern (ftpiSemv-q).
Viva Lactuca L. oder Viva latissima L., Meerlattich.
Cap. 98 (100). IIspl ■8-aXaoatou. Meertang. Der Meer-
tang ist theils breit, theils länglich und röthlich, theils weiss, wie er aufKreta an der Erde (Küste) wächst, sehr wohlriechend und nicht raschfaulend. Alle haben adstringirende Kraft und sind in Kataplasmen wirk-sam in Fällen von Podagra und bei Entzündungen; man muss sie abernoch feucht, bevor sie trocken werden, anwenden. Nikander sagt, derrothe sei auch ein Mittel gegen giftige Thiere. Dieses, so haben Einigegeglaubt, sei derselbe, dessen sich die Frauen bedienen, es ist aber jenesWürzelchen, welches den gleichen Namen Phykos führt.
D. unterscheidet hier drei Arten Fucus; die erste wird als Zonaria Pavonia Ag.(Fucoideae), Pfauenartiger Gürteltang, die andere als Fucus granatus La-tour., die dritte als Chondria obtusa Ag. (Florideae), Stumpfe Knorpelalge,von Fr aas angesprochen. Die zweite könnte auch auf Eytiphlaea tinctoria Ag.(Florideae), Färbende Streifalge, bezogen werden; für die dritte zieht SprengelFucus coccineus Huds. hierher, da die rothe Alge am Sonnenlichte leicht ins Weisseabbleiche. Die Frauen Roms gebrauchten die letzteren zum Schminken (fucare). Dasam Schlüsse bezeichnete Würzelchen soll Rad. Anchusa tinct. sein. Theophrast (Deodor. VI 31) sagt, dass zum Färben eine Anchusa gebraucht werde, „das Würzel-chen" holten sie aus Syrien.
Cap. 99 (101). Ilspi üoiajj.oYsi'covoi;. Laichkraut. Das Po-tamogeiton [Einige nennen es Stacby'ites x ), die Römer Fontiiis oderFluminalis 2 ), die Aegypter Etlienchis] ist ein Blatt ähnlich dem der Bete,rauh und etwas über das Wasser hervorragend. Es kühlt und adstringirt,und ist ein gutes Mittel gegen Jucken, gegen fressende und alte Ge-schwüre. Es hat seinen Namen 3 ) daher, dass es in Sümpfen und anfeuchten Plätzen wächst.