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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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IY. Buch. Cap. 31.

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Menge von 2 Drachmen zu 4 Bechern Honig gemischt, hemmt als Salbeden Augenfluss; der Saf't lindert Ohrenschmerz, wenn er mit Schwefel,der vom Feuer noch nicht berührt ist, und Natron eingetröpfelt wird.

') Der Feuchte, vom Standort.

Plinius XXIII 131 beschreibt die Pflanze übereinstimmend mit D., sie hat beiihm 5 Stengel, er will sie nur der Namensverwandtschaft wegen anführen (epivo?heisst der wilde Feigenbaum, unsere Pflanze epivo?).

Sie ist nicht bestimmt. Yal. Cordus meint, man habe der Pflanze denNamen Erinos gegeben, weil sie wie der Feigenbaum Milchsaft enthalte, er kenntsie nicht. Ruellius scheint sie gekannt zu haben, er sagt: Bei Hippokrates findetsich eine Pflanze Echinos (auch bei Galen e/Tvo;, corrumpirt für Erinos), bei denneueren Botanikern heisst sie Milchpflanze, Lactoris, Militaris, auch Ocimum aquatile;sie hat 4 Zoll lange Zweige mit je 4—5 Blättern, die länger als beim Basilikumund oben getheilt sind. Die Blüthe ist weiss, der Same klein, schwarz, hart undherb. Die arzneilichen Wirkungen gibt er dann wie D. an, überdies noch, dass dieBlätter, genossen, die Geburt erleichtern und als Umschlag Schlag- und Stich-wunden heilen.

Einige haben Impatiens noli längere L. dafür gehalten, sie hat aber gelbeBlüthen. Fab. Columna (Ecphr. plant.) bezieht sie auf Campanula Rapunculus undCamp. Erinus (vgl. Bauhin et Cherler lib. XX p. 798); die erste hat blaue, seltenweisse Blüthen, beide haben aber keinen Milchsaft. Fraas zieht, da Camp. Rapun-culus der Flora Griechenlands fremd ist, Campanula ramosissima Sibth. (Campanu-laceae), Vielverzweigte Glockenblume, in Frage.

Cap. 30. IlepL 'A^pwatsw:;. Agrostis. Die Agrostis [Einigenennen sie Aigikon 1 ), Andere Hamaxitis 2 ), die Aegypter Anuphi, dieRömer Gramen 3 ), auch Asifolium, Sanguinalis 4 ), Yiola, die Spanier Aparia,die Dakier Kotiata, die Afrikaner Jebal] hat knotige Halme, welche überdie Erde kriechen und von den Sprossen entsandt werden 5 ), süsse, knotigeWurzeln, scharfe, harte, breite Blätter wie beim kleinen Rohr 6 ), welcheden Ochsen und dem Zuchtvieh als Putter dienen. Ihre Wurzel, feingestossen, als Umschlag verklebt Wunden; die Abkochung derselben alsTrank wirkt gegen Leibschneiden, Harnbeschwerden und bei Blasen-geschwüren; sie zertrümmert auch den Stein.

') Ziegenpflanze, Capriola der heutigen Italiener. 2 ) Auf Wagen gefahren.3 ) Dem römischen Gramen, Gras, entspricht auch afpuiaiti; als Collectivname, hierJst es aber afpuatt; xcec' elo^-rjv. 4 ) Blutfingergras (Digitaria Sanguinalis). 5 ) Ausjedem Knoten der unterirdischen Halmäste (xidSot) entspringt ein neuer Spross oderHalm. 6 ) Wohl Arundo Donax oder Phragmites.

Sprengel hält Agrostis für Triticum repens L., Fraas für Cynodon DactylonPers., Patticum Dactylum L. (Gramineae), Wucherndes Fingerkraut, weil dieses,auf allen dürren und feuchten Niederungen, oft Rasenplätze bildend, besonders inder Nähe der Küste, vorkommt und auch dort wie in Italien dem medicinischenZwecke dient wie unsere Quecke, während Trit. repens seltener ist.

Cap. 31. n$pi KaXajJiaypwcj'rswc. Kalamagrostis. Kalam-agrostis ist im Ganzen grösser als Agrostis [die Wurzel ist der Kalmus-