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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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Die Arzneimittellehre des Dioskurides.

Cap. 27. IIspi 'E^too. Echion. Das Echion — Einige nennenes Doris, Andere Alkibiadion, die Römer Alcibiacum — hat längliche,rauhe, etwas zarte, denen der Anchusa ähnelnde Blätter, aber kleinerund fett, mit feinen, anliegenden Borstenhaaren, welche die Blätter rauhmachen, dünne, zahlreiche Stengelchen, beiderseits mit zarten, gefiederten,dunklen Blättern 1 ), welche nach der Spitze des Stengels zu verhältniss-mässig kleiner werden. Nächst den Blättern stehen die purpurfarbigenBlüthen, in welchen sich die, einem Vipernkopf ähnlichen Früchte be-finden. Die Wurzel ist dünner als ein Finger, schwärzlich. Diese, mit Weingetrunken, hilft nicht nur den von Schlangen Gebissenen, sondern, wennsie von irgend welchen vorher genommen wird, so behütet sie diese auchvor dem Biss. In gleicher Weise wirken aber auch die Blätter und dieFrucht. Sie lindert ferner Hüftschmerzen und befördert die Milchabson-derung, wenn sie in Wein oder im Schlürftrank genommen wird.

') Wird auf die kammartigen Bracteen bezogen.

Echium rubrum Jacq. (Asperifoliaceae), Rother Natternkopf, eine imsüdöstlichen Europa gemeine Pflanze mit schlankem, starrem Stengel, länglich-lanzett-lichen Blättern, welche beide borstenhaarig sind. Die Blüthe besteht aus einerlangen, aus vielen achselständigen Aehren zusammengesetzten Rispe, die Stiitzblättersind fast kammartig, die Kronen roth.

Cap. 28. Ilepi '£2xiji,osiSoö?. Okimoeides. Das Okimoeides 1 ) —Einige nennen es Philetairion, Andere selbst dieses Echion [noch AndereSkorpiuron 2 ), Sparganon, Althaia, Amaranthis, Probataia, Elaphion, Anti-mimon, Porphyris, Augion, Nemesion, Hyainopsolon, Thyrsites, Thermutis,Misopathos, die Römer Ocimastrum] hat dem Basilikum ähnliche Blätter,aber spannenlange rauhe Zweige, Kapseln wie das Bilsenkraut, angefülltmit schwarzen, dem Schwarzkümmel ähnlichen Samen. Der Same, inWein getrunken, hat die Kraft, die Bisse der Viper und der übrigenSchlangen zu heilen; er wird auch den Ischiaskranken mit Myrrhe undPfeffer gegeben. Die Wurzel darunter ist zart und unbrauchbar.

') Dem Basilikum ähnlich. 2 ) Skorpionschwanz, dieses wie andere Synonyma,Hyainopsolon, Thyrsites, Sparganon können auf den racemösen Blüthenstand be-zogen werden.

Sprengel zieht Saponaria Ocimoeides L. hierher, Fraas als besser passendSilene galliea L. (Caryophyllaceae), Rauhe Nelke.

Cap. 29. Ilepi 'Eptvoo. Erinos. Der Erinos [Einige nennen ihnOkimoeides, Andere Hydreros 1 ), die Römer Ocimum aquaticum] wächstan Flüssen und Quellen. Er hat dem Basilikum ähnliche Blätter, siesind aber kleiner und an den oberen Theilen eingeschnitten, fünf bissechs Zweige von Ellenlänge, weisse Blüthen und kleine, schwarze, harteSamen. Der Stengel und die Blätter sind saftreich. Sein Same, in der