II. Buch. Cap. 170.
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Die Aehnlichkeit der Blätter mit denen des Sellerie bezieht sieh auf dieGrundblätter, welche fast eirund, ganz und stumpf gesägt sind; die oberen undobersten sind einfach-fiederschnittig mit lanzettlichen oder linealen Abschnitten. DieWurzel ist jetzt noch als Radix Pimpinellae gebräuchlich.
Pimpinella Saxifrcigci L. (Umbelliferae), Steinbrech, Pimpinell, Biber-nell. Die Wurzel enthält etwas ätherisches Oel, Harz, Zucker, Amylumund Pimpinellin, einen in Wasser unlöslichen, in Weingeist löslichen Körper mitscharfem, beissendem Geschmack.
Cap. 169. Ilspi EdCwjj . oo . Rauke. Die Rauke [bei den RömernEruca, bei den Aegyptern Ethrekike, bei den Afrikanern Asurik]; wirddiese roh viel gegessen, so reizt sie zum Beischlaf, auch ihr Same bewirktdasselbe; er treibt den Harn, befördert die Verdauung und ist gut fürden Bauch. Man gebraucht seinen Samen auch zum Würzen der Zukost.Er wird auch zurückgelegt, um ihn längere Zeit aufzubewahren, indem sieEssig oder Milch zukneten und Pastillen daraus formen. Es gibt aberauch eine wilde Rauke, vorzüglich im westlichen Iberien, von der diedortigen Bewohner den Samen statt Senf verwenden; sie ist stärker harn-treibend und viel schärfer als die gebaute Rauke.
Eruca sativa L. (Cruciferae), Rauke oder Rokke, das euC")|J.ov aypiov des D.ist wohl nur eine verwilderte Gartenrauke.
Die Samen, welche denen des Senfs nahe stehen, waren früher als Sem. Erucaegebräuchlich.
Cap. 170. Ilepl 'Qoct^oo. Basilicum. Das Basilikum ist be-kannt, sein häufiger Genuss bewirkt Stumpfsichtigkeit; es erweicht denBauch, treibt die Winde und den Harn und befördert die Milchabsonde-rung, ist aber schwer zu verdauen 1 ). Mit dem feinen von den Graupenabgesiebten Mehle, Rosenöl und Essig als Kataplasma heilt es Lungen-entzündung und den Biss des Meerdrachen und des Skorpions; für sichallein mit Wein von Chios dient es gegen Augenleiden. Sein Saft ent-fernt Nebelflecken auf den Augen und trocknet die Flüsse. Der Same,getrunken, ist ein gutes Mittel bei Melancholie, Harnverhaltung undBlähungen. Beim Riechen aufgesogen verursacht er vieles Niesen; das-selbe bewirkt auch das Kraut; man muss aber die Augen fest schliessen,während das Niesen vor sich geht. Einige hüten sich aber davor undessen es nicht, weil es gekaut und an die Sonne gelegt Würmer erzeugt.Die Libyer fügen noch hinzu, dass die, welche es gegessen haben undTom Skorpion gestochen werden, ohne Rettung verloren sind 2 ).
*) 3oo[UTäß/.Y]Tov. 2 ) aoouatol Siau'fl'evToic. Diese Lesart des C. stimmt mit demüberein, was Plinius XX 128 sagt; andere Codices haben dafür arcovoi Siajjivouatv,sie bleiben unbelästigt.
Ocimum basilicum L. (Labiatae), Basilikum; bei den späteren Griechen heisstes auch ßaaiXixöv. Es stammt aus Asien, wird häufig als Zierpflanze cultivirt.