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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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II. Buch. Cap. 165.

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Cucumis Melo L. (Cucurbitaceae), Melone. Die Heimath des Kürbis, derGurke und der Melone ist das südliche Asien.

Cap. 164. IIspl 0p[§axo? f^epoo. Gartenlattich. Der Garten-lattich (Thridax) [die Römer nennen ihn Lactuca, die Aegypter Embrosi]ist gut für den Magen, kühlt etwas, macht Schlaf, erweicht den Bauchund befördert die Milchabsonderung. Gekocht wird er nahrhafter; un-gewaschen gegessen ist er Magenleidenden zuträglich. Sein Same ge-trunken hilft denen, die an häufiger Pollution leiden und hindert denBeischlaf. Wird er (der Lattich) andauernd genossen, so bewirkt erStumpfsichtigkeit. Er wird auch in Salzbrühe eingemacht. Wenn er inden Stengel geschossen ist, hat er in seiner Wirkung Aehnlichkeit mitdem Extract und dem natürlichen Safte 1 ) des wilden Lattichs.

') x u >^; und ist der aus der Pflanze durch Pressen oder Auskochen

gewonnene, ojto; der freiwillig nach Einschnitten austretende (natürliche) Saft.

Lactuca sativa L. (Compositae), Gartensalat, Kopfsalat.

Theophrast (Hist. pl. YII 4, 5) unterscheidet eine weisse, süssere und zartereArt, und diese hat drei Sorten, eine mit breitem Stengel, mit rundem Stengel unddie lakonische, die letztere ist der sich später rundende Kopfsalat. Die breitblätterigeArt entwickelte so grosse Blätter, dass sie in den Gärten als Thüren (Mpoti) dienten.

Cap. 165. Ilspi ä^pta? ©piSaxo?. Wilder Lattich. Der wildeLattich [welchen die Propheten Titansblut, Zoroaster Pherumbros, dieRömer Lactuca silvatica nennen] gleicht dem Gartenlattich, hat aber einenstärkeren Stengel, weissere, dünnere, rauhere und bitter schmeckendeBlätter. Im Ganzen ist er in seiner Wirkung dem Mohn ähnlich, wes-halb auch Einige seinen Saft unter das Opium 1 ) mischen. Der Saft, imGewicht von 2 Obolen mit Essigwasser getrunken, führt das Wässerigedurch den Bauch ab; er entfernt auch weisse Flecken und Nebel 2 ) aufden Augen. Bei Verbrennungen 8 ) wirkt er mit Frauenmilch als Salbe;er ist überhaupt schlafmachend und schmerzstillend. Ferner befördert erdie Katamenien, auch wird er gegen Skorpions- und Spinnenstiche ge-trunken. Der Same wird wie der des Gartenlattichs genommen, ver-hindert Pollution und Beischlaf. Auch der aus ihm gepresste Saft wirktm derselben Weise, allerdings schwächer. Der (natürliche) Saft wird inirdenen Gefässen, nachdem er in der Sonne getrocknet ist, wie die übrigenSäfte aufbewahrt.

J ) Opium, Meconium ([ xtjxcüviov ) ist der aus den Kapseln des Schlafmohns nachdem Anritzen freiwillig austretende und aus demselben durch Stossen und Pressengewonnene Saft (Diosc. III 65). Nach Plinius XX 198 lehrte schon Diagoras (etwa450 v. Chr.) die Bereitung desselben. Theophrast (Hist. pl. IX 8, 2) gibt an, dass^ur aus den Mohnköpfen der Saft genommen werde. 2 ) äp-fe|).a xat avXüv, Horn-hautflecken. 3 ) sitixauai;, das oberflächliche Anbrennen.

Lactuca Scariola L. (Compositae), Giftlattich. Er hat die Eigenthümlich-