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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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II. Buch. Cap. 92.

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es vorsichtig heraus, colire es durch Leinen und würze es dann, wie ge-zeigt ist. Aber auch so verdichte die Fette vorher: Nachdem du das-jenige, welches von ihnen du willst, frisch und frei von Blut, und mitden anderen oft erwähnten Eigenschaften, zerkleinert hast, wirf es ineinen neuen Kessel, giesse alten gewürzten Weisswein dazu, dass er rxhtFinger breit darüber steht, und lass unter Anwendung von gelindemFeuer zusammenkochen, bis es den ihm von Natur anhaftenden Geruchverloren hat und mehr nach Wein riecht. Dann setze den Kessel abund lass erkalten, und nimm 2 Minen Fett heraus, wirf sie in eineSchale, gib vom selben Wein 4 Kotylen zu und von zerkleinerter Fruchtdes Lotosbaumes 1 ), dessen Holz die Flötenfabrikanten gebrauchen, 4 Minenund koche über gelindem Feuer unter beständigem Umrühren. Wenn esallen Fettgeruch verloren hat, colire dasselbe und lass erkalten. Nimmferner 1 Mine zerkleinerten Aspalathos und 4 Minen Majoranblüthe, mischesie mit altem Wein und lass eine Nacht ausziehen. Am folgenden Tagegiesse dieses und auch das Fett in einen neuen, 3 Chous fassendenirdenen Topf, gib überdies noch x /2 Chous Wein hinzu und lass Alleszusammen kochen. Wenn das Fett von allen den Yerdichtungsmittelndie Kraft und den Geruch aufgenommen hat, so nimm dasselbe heraus,colire, lass erstarren und bewahre es auf. Wenn du es aber nocb wohl-riechender machen willst, so mische 8 Drachmen fettester Myrrhe, welchemit viele Jahre altem Weine gestanden hat, hinzu.

Das Hühner- und Gänsefett mag auf diese Weise gewürzt werden:Nimm 4 Kotylen geläutertes Fett irgend eines derselben, gib es in einenirdenen Topf und mische zu Erysiskeptron 2 ) und Balsamholz, auch dieSpäth e der Palme und Kalmus, grob zerkleinert, von jedem 12 Drachmen,giesse hinzu 1 Becher alten lesbischen Wein, setze es auf Kohlenfeuerund lass dreimal aufkochen. Nimm dann den Topf vom Feuer und lassden Inhalt einen Tag und eine Nacht hindurch erkalten. Am folgendenTage schmelze dasselbe und seihe es durch ein reines Leintuch in einenreinen Topf. Wenn es aber erstarrt ist, nimm mit einer Muschel dasebengenannte heraus und gib es in einen neuen irdenen Topf, versieh*bn mit einem Deckel und setze ihn wohlbedeckt an einen kühlen Ort.Dieses aber muss im Winter geschehen, denn im Sommer erstarrt esnicht. Einige aber setzen zur Consistenz und Erstarrung derselben ein"Wenig tyrrhenisches Wachs zu. Auf dieselbe Weise wird das Schweine-und Bärenfett und Aehnliches gewürzt.

*) Celtis australis L., Zürgelbaum. 2 ) Synonym mit Aspalathos und Kypeiros.

Cap. 92. IIc&s aa{i.t|)ox^ e ' cat tö atsap. Wie das Fett mitMajoran gewürzt wird. Das Fett wird auf diese Weise mit Majorangewürzt: Nimm schon geläutertes Fett, am liebsten soll es Stierfett sein,