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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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II. Buch. Cap. 5.

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Die Leber desselben, getrocknet und in einem irdenen Gefässe, welchesm der Sonne gebrannt ist, aufbewahrt, eignet sich, in gleicher Weise dar-gereicht, gegen dieselben Leiden.

Erinaceus europaeus L. Aristoteles und Plinius erzählen viel von der eigen-tümlichen Lebensweise und Klugheit des Igels. Er ist harmlos und nützt durchVertilgung von Mäusen, Insecten, Kreuzottern. Seine Haut diente zum Karden wol-lener Tücher. In ganz Europa in Hecken und Gestrüpp.

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Cap. 3. Ilspi c I ^7roxä [i ^ou. Seepferdchen. Das Seepferdchenein kleines Seethierchen, dessen Asche in Theer, Schmalz oderMajoransalbe aufgenommen und eingerieben gegen Kahlköpfigkeit hilft.

Hippocampus antiquorum Leach oder H. breviroslris Cuv., ein zierliches Thier-chen, fast durchsichtig, welches in Aquarien durch seine munteren Bewegungenauffällt. Im Mittelmeer, Atlantischen Ocean und in der Nordsee.

Cap. 4. n = pi üopipöpas. Purpurschnecke. Die gebranntePurpurschnecke hat die Kraft, auszutrocknen, die Zähne zu glätten,[FleischWucherungen zurückzuhalten], Geschwüre zu reinigen und Ver-färbung zu bewirken. [Der Deckel der Purpurschnecke mit Oel ge-kocht und eingestrichen schützt die Haare vor dem Ausfallen, mit Essiggetrunken beseitigt er Leberanschwellung. Als Räucherung richtet erdie durch Krämpfe bedrückte Gebärmutter auf und treibt die Nach-geburt aus.]

Die eingeklammerten Sätze sind von Sambucus hierher gezogen.

Purpura patula L., im Mittelmeere. Neben der medicinischen Verwendunghatte die Purpurschnecke im Alterthum hohe Bedeutung wegen des in ihr enthalteneni arbstoffes (to av9-o; bei Aristoteles). Tyrus war wegen seines Purpurs berühmt. DerDeckel, bei Aristoteles xäXopa, sitzt an der Endseite des Körpers und schliesst dieSchale, wenn das Thier sich ganz in dieselbe zurückzieht.

Zur Purpurbereitung dienten besonders bei den Alten Murex brandaris undtr unculun L.

Cap. 5. Ilspi Kk]pö%wv . Trompetenschnecke. DasselbeBisten die gebrannten Trompetenschnecken, sie sind noch viel ätzender.Wenn man sie, angefüllt mit Salz, in einem rohen Topfe brennt, sogeben sie ein gutes Mittel ab zum Putzen der Zähne und als Umschlagauf Brandwunden. Man muss aber das Mittel scherbenhart brennenlassen; nach der Vernarbung der Brandwunde fällt es von selbst ab.Es wird auch Kalk aus ihnen gemacht, wie wir in der Abhandlung überden Kalk zeigen werden.

Es ist Tritonium nodiferum Lam. (Tritonidae), Knotentragendes Tritons-horn. Die Schale ist gestreckt-kegelförmig mit knotig gegürtelten Windungen,^eiss, roth und braunroth gescheckt; die Spindel hat oben zwei bis drei Falten undunten runzelig. Im Mittelmeere. Sie diente den alten Römern als Kriegstrom-