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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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Zweites Buch.

Im vorigen Buche, theuerster Areios, welches das erste der Arbeitüber die Arzneimittellehre ist, haben wir von den Gewürzen, Oelen,Salben und Bäumen, sowie von den davon herstammenden Säften, Harzenund Früchten gehandelt; in diesem zweiten werden wir die Rede ver-folgen über die Thiere, den Honig, die Milch, das Fett und die sogen.Getreide, wie auch Uber die Gemüse, indem wir dabei angeben, welche(wie viele) von den Pflanzen eine scharfe Kraft besitzen, wegen des Zu-sammenhanges mit jenen, z. B. der Knoblauch, die Zwiebel, der Senf,damit nicht die Kraft von dem, woher es abstammt, getrennt werde.

Cap. 1. nspi 'E^ivoo ftaXaaatoo. Seeigel. Der Seeigel istdem Magen und Bauche bekömmlich, harntreibend. Seine Schale, roh 1 )gedörrt, wird mit Yortheil den Salben, welche für die Krätze passen,zugemischt; gebrannt aber reinigt sie die schmutzigen Wunden und hältdie Fleischwucherungen zurück.

] ) ü>jj.ov, vielleicht mit dem lebenden Thiere.

Echinus esculentus L. Es ist die einzige essbare Art, mit ziege]rother oderbräunlicher Schale; sie erreicht die Grösse einer Faust und hat drei Eierstöcke,deren grosse Eier roh und gekocht gegessen werden. Der Seeigel hat bewegliche,weisse bis purpurrothe Stacheln, durch die er sich fortbewegt. Nach Plinius XXXII58 sqq. hatte er eine vielfache medicinische Verwendung. Auch kündigt er bevor-stehende Stürme dadurch an, dass er sich mit Steinen beschwert und in die Tiefesinken lässt. In den nordeuropäischen Meeren, auch in der Nordsee.

Cap. 2. IIspi toö )(spaouoo 'E^t'voo. Landige]. Auch die ge-brannte Haut des Landigels ist mit Theer als Einreibunng ein geeignetesMittel bei Fuchskrankheit. Das getrocknete Fleisch mit Honig oderSauerhonig gegessen, hilft denen, die an Nierenkrankheit, an Wasserunter dem Fleische, an Krämpfen, Elephantiasis und schlechter Körper-beschaffenheit (Kachexie) leiden, trocknet aber auch die Eingeweideflüsse.