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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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I. Buch. Cap. 23.

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Die aromatischen Stoffe, denen das Aquilariaholz seine Anwendung verdankt,^md das Product einer Altersdegeneration. Sie treten zunächst als allgemeiner Zell-*&halt auf und führen endlich zur Zerstörung der Zellmembranen und damit der

Solzsubstanz.

Das Holz von Aquilaria Agallocha Roxb. (aus den Royal Botan. Gard. in Kew)dunkel zimmtbraun, ziemlich hart, nicht schwer, gut spaltbar, geruchlos, beimer brennen eigenartig schwach riechend. Am Querschnitte sind Gefässe und Mark-strahlen selbst unter der Lupe schwer zu unterscheiden, dagegen sieht man deutlichtangentiale Strichelung von dunklen zarten Linien, der Ausdruck der Phloem-undel, die im älteren Ho^ze stark in die Quere gestreckt sind. Ihr Parenchym ist soicht mit brauner Inhaltsmasse erfüllt, dass die Phloemstränge, unter Wasser gesehen,a ' 3 compacte Masse erscheinen, aus welcher die gelben Bastfasern hervorglänzen. Den-selben Inhalt führen auch die Markstrahlen und stellenweise auch die trachealene Diente. Die Gefässe sind isolirt oder zu wenigen gruppirt. Parenchym kommta usser den Phloemsträngen wenig vor. Die Pasern sind breit, massig verdickt, miteinzigen, aber deutlich behuften Tüpfeln besetzt.

Die in allen Nuancen braune, bernsteingelbe bis beinahe schwarze Inhalts-masse aller Zellen ist unlöslich in Wasser, Alkohol und Aether, löslich in Alkalien,Vollständiger in Chloralhydrat. Auf Gerbstoff reagirt sie nur schwach.

Nach Dymock zeigen die besten Stücke des Holzes, die in Wasser unter-®nken, zahlreiche mit Harz erfüllte Höhlungen. Gekaut wird das Holz zwischen denAlien weich, es schmeckt bitter und aromatisch. Angezündet verbreitet es einen^genehmen Geruch, während das falsche Aloeholz wie verbrannter Kautschuk riecht.

Das zweite, nach der Häufigkeit seines Vorkommens zu schliessen, dem ächtenw °hl für gleichwertig erachtete Aloeholz ist viel härter und hat einen von Aquilariaganz verschiedenen Bau.

Cap. 22. Hepl Nao%<x<p&oi>. Naskaphthon. Naskaphthon, nachöderen Narkaphthon, auch dieses wird aus Indien gebracht. Es ist*" ln denartig, ähnlich dem vom Maulbeerbaum Abgeschälten, wegen seines°hlgeruches wird damit geräuchert, auch wird es den zusammen-setzten Räuchermitteln zugemischt. In der Räucherung hilft es auch§ e gen Gebärmutterverstopfung.

Naskaphthon ist eine nicht bestimmte Masse.

Cap. 23. Ilspi Ka^a^oi). Kankamon. Das Kankamon ist dier äne eines arabischen Baumes, in gewisser Weise der Myrrhe ähnlich,V ' m widrigem Geschmack, welche man als ein Räuchermittel verwendet;^ an räuchert nämlich die Kleider damit zugleich mit Myrrhe und Styrax.

s soll eine die Fetten abmagernde Kraft haben, wenn es in der Mengev °n o Obolen mit Wasser oder Sauerhonig einige Tage hindurch ge-gossen wird. Es wird auch an der Leber und an Epilepsie LeidendenUnd Asthmatikern gegeben; ferner befördert es mit Honigwasser die Men-struation, vertreibt rasch die Narben in den Augen und heilt mit Wein'handelt die Schwachsichtigkeit. Gegen Zahnfleischfäule und ZahnschmerzenWirkt es wie kein anderes Mittel.