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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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I. Buch. Cap. 18.

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heilsam; dann aber auch zieht es (Knochen-)Splitter aus und wird end-lich den Verdichtungsmitteln der Salben zugesetzt.

') Pyrakantha, Crataegus Oxyacantha L., mit rothen Beeren. 2 ) Der Rinde,hat den Strauch wohl selbst nie gesehen, sondern beschreibt ihn nach Berichten;ei ' gebraucht hier das Wort 3 ) otcö ? t 3aXoä[j.ou, Balsamsaft. 4 ) Die ganze

Ausbeute zu jeder Erntezeit würde also 19,6822,96 1 betragen haben. 5 ) d. h. erw urde mit dem doppelten Gewichte von Silber aufgewogen.

Der Balsamstrauch soll nach Plinius XII 111 zwei Ellen hoch sein und, wiea uch sein Vorgänger Theophrast sagt (Hist. plant. IX 6), nur in Syrien im Thale®ilead, einem Landstriche östlich des Jordans, wo sich zwei Anpflanzungen befinden,vorkommen, und zwar theils wild, theils cultivirt. Strabo (Geograph, lib. XVI p. 434)berichtet, dass der dem xuxtao; (Medicago arborea) oder der Terebinthe ähnlicheBalsamstrauch in Saba, also im südlichen Arabien, wachse, auch Prosper Alpinus® 6 plant. Aegypt. p. 49) ist dieser Ansicht, und nach Flavius Josephus (Antiq.ludaic. 8, 6) soll eine Königin von Saba seine Cultur nach Palästina übertragenhaben. Wenn es aber Genesis 37, 25 heisst:Sie sahen ismaelitische Kaufleute von' "älaad herkommen, deren Ivameele Specereien, Balsam und Myrrhenharz trugen,Un d die nach Aegypten zogen," so muss man wohl bedenken, dass die arabischenKarawanen die Producte Palästinas aufnahmen und nach Aegypten führten. InAegypten war der Balsamstrauch nicht heimisch, er wurde erst später dorthin ver-pflanzt. Simeon Seth, etwa um 1070 (De cibor. facult. p. 9), und AbdAllathif,Best. 1231 (Aegypt. p. 13), haben den Strauch bei Hieropolis gefunden und Petr.ellonius (De arboribus coniferis, 1553) sah ihn in den Gärten von Kairo.

Plinius gibt noch als weitere Verfälschungen Harz, Galbanum und Gummi an,etzteres mache ihn sehr brüchig und trocken. Weiter sagt er, der mit Wachs ver-se tzte Balsam bilde beim Verbrennen eine schwarze Flamme, der, welcher Honigenthalte, locke die Bienen an. Er sowohl wie Theophrast behaupten, reiner Balsam0I Mne nicht nach Europa.

Wie Flav. Josephus (Antiq. jud. 14, 4), Tacitus (Hist. 5, 5), Plinius XII 115a ^geben, durfte der Baum nicht mit einem Eisen verletzt werden, wenn er nichteill gehen solle, sondern nur die Rinde, und nur diese dürfe mit einem Instramentaus Glas, Stein oder Knochen angeritzt werden.

Nach allen Beschreibungen und Angaben, dass Holz und Zweige wohlriechendSln d, müssen wir annehmen, dass der Balsam ein natürliches Product der Pflanze,also ihr fertig gebildet enthalten ist. Der ausfliessende Saft ist nach Plinius zu-gehst weiss, dann rötblich und durchscheinend (Xeio?, glatt, sagt Diosk.), wirdMittelst Wolle in kleinen Hörnern aufgefangen und aus diesen in neue irdene Ge-schirre gethan. Nach seinem Zeugnisse haben die Juden wider den Strauch ge-^öthet, d. h. entweder Raubbau getrieben oder ihn aus Hass gegen die Römer aus-rotten versucht, bis die Kaiser für seine Schonung und Cultur sorgten.

Schon zur Zeit des Mittelalters war der ächte Balsam aus dem Handel ver-Johwvunjgjj und an seine Stelle das pathologische Product von Toluifera Pereiraeam. getreten, so dass, als der in der katholischen Kirche zum Chrisma gebrauchteL'-lite Balsam nicht mehr zu haben war, Papst Pius V. durch eine Bulle vom Jahre51 die Verwendung von Balsamum peruvianum gestattete.

ßalsamodendron gileadense Kunth oder Amyris gileadensis L. (Terebinthinaceae-tttyrideae), Aechter Balsam st rauch, ist nach der Beschreibung vonVahl (Sym-ae botan. fasc. III) ein kleiner Baum mit sparrig abstehenden, glatten, aschgrauenen und drei- bis fünfzäblig gefiederten Blättern, sie sitzen auf sehr kurzen Aestchen.le Blättchen sind kaum merklich weichhaarig, verkehrt -eiförmig oder keilförmig,