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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
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I. Buch. Cap. 12.

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la die Nähe der Stadt Thina (im heutigen Siarn) ein Yolksstamm, die Bessiden ge-kannt, sehr kleine Menschen mit breitem Gesicht und vollständiger Stumpfnase, denbilden ähnlich. Sie erscheinen mit Weib und Kind, mächtige Ballen und Körbev °n Flechtwerk, den Weinreben ähnlich, tragend UDd bleiben dort, Feste feiernd,einige Tage. Die Körbe dienen ihnen zum Lager. Dann ziehen sie in ihre Heimath2v >rück. Hierauf wartend gehen die Bewohner der Gegend hinzu und sammeln dieUnterlagen jener. Sie ziehen aus den Geflechten, die sie Petoi nennen, die Rippenheraus, wickeln die Blätter zusammen und umfestigen sie durch die Fasern derStengel zu Kugeln. Es werden drei Sorten gemacht: aus den grösseren Blättern das§ r obkugelige Malabathron, aus den mittelgrossen das mittelmässige und aus denkleineren Blättern das feinere, dann wird es von den Verfertigern selbst nach Indiengebracht." Als weitere Stammpflanzen des Malabathron werden angenommen Cinnamo-Cassia Nees (Ceylon), Cinnamomum aromat. Nees (China) und mit grösserer^Wahrscheinlichkeit Cinnamomum Tamala Nees (Ostindien), dessen Blätter noch heute111 Indien häufig gebraucht werden. Die Blätter sind gross, länglich-lanzettlich, zu-gespitzt, dreifach benervt, oberseits sattgrün, unterseits bogig fein geädert und seegrün,^if die oben angegebene Weissfilzigkeit der Blätter könnte das „beim Erweichen^eisslich werden" des D. bezogen werden.

Bei den späteren Griechen, z. B. Nicolaus Myrepsos, hiessen sie •£6/,Xa jiaXaßa-pou oder tp. : .voixa, Malabathron oder indische Blätter, bei Plutarch und ValeriusC°rdus einfach folXa, Blätter, die daraus bereitete Salbe hiess unguentum folia-In Indien heisst nach Garcia das Malabathron Tamalabathron (Tamala undBathron, Blatt).

Cap. 12. IJspi Kaaotac. Kassia. Von der Kassie gibt es mehrerek°rten, welche in dem gewürzliefernden Arabien wachsen. Sie hat einen'lickrindigen Zweig, Blätter wie der Pfeffer. Wähle die ins Gelbliches pielende, gut aussehende, korallenähnliche, sehr dünne, lange und feste,voll von Röhren ist 1 ), die einen beissenden und zusammenziehenden,Zu gleich einen einigermassen brennenden, würzigen Geschmack und einen^einartigen Geruch hat. Die so beschaffene wird von den EingeborenenA-chy 2 ) genannt. Bei den Kaufleuten in Alexandrien führt sie den Namena Phnitis 3 ). Dieser steht aber voran die dunkle und purpurfarbene, dichte,» e nannt Zigir 4 ), die einen Rosenduft hat und am besten zum medicini-Sc hen Gebrauche sich eignet. An zweiter Stelle dann kommt die vorhergenannte. Die dritte ist der sogen, mosylitische Zweig '), die übrigener sind minderwerthig, wie die Aphysemon 6 ) genannte dunkle, unan-§®Dehm riechende, mit dünner oder auch rissiger Rinde, oder wie die als1 to ) und Dakar bezeichnete. Es gibt aber auch eine ungeheuer ähn-le falsche Kassia, welche durch den Geschmack erkannt wird, derNß der scharf noch gewürzhaft ist; sie hat die Rinde, welche dem Markail gienzt M ). Es wird aber auch eine breite Röhre angetroffen, zart, leicht,ank, welche wohl den Vorzug vor der anderen hat. Verwirf aber dien ' e ' Ss 'iche, krätzig aussehende 9 ), die einen bockartigen Geruch hat, und die,0r < ?. le k (i ' lle dicke, sondern eine krätzige und schwache Röhre hat. Sie hatdl mende, harntreibende, austrocknende und gelind adstringirende Kraft.