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Des Pedanias Dioscuvides Arzneimittellehre in 5 Büchern
Entstehung
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Einleitung.

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das Oxybaphon 3 1 j-2 Unzen 2 Drachmen;

der Kyathos 2 1 /» Unzen;

die Cheme oder 1 /± Kyathos 5 Drachmen.

Mit den hier angegebenen Gewichten und Maassen stimmt das 1 rag-ment des Galen überein.

Was die Tafeln betrifft, so lässt die Anrede an einen Freund, dieWidmung, darauf schliessen, dass die Abhandlung über die Maasse undGewichte auf besondere Veranlassung, vielleicht zur Lösung einer schondamals schwebenden Frage abgefasst ist. Hultsch (Griech. und röm.Metrologie) setzt die Entstehung der Dioskurides'schen Gewichtstafeln andas Ende des 1. Jahrhunderts; dies dürfte wohl nicht zutreffen, son-dern sie scheinen dem 4. Jahrhundert anzugehören, das bestätigt diehandgreifliche Uebereinstimmung mit der Tafel des Oribasios, welche,wie die Ueberschrift „xottä Söxtjtov, durch den Versuch er-

wiesen" auf Grund von Versuchen festgestellt wurde. Auch würde manso kurz nach dem Tode des Dioskurides — wann er gestorben ist, weissttian nicht — wohl kaum sofort zu einer derartigen Ergänzung seinerSchriften geschritten sein. Die Gewichtstabelle beginnt mit dem griechi-schen yaXy.oö; und xspaxiov, welche beide in der Materia medica des Dios-kurides vorkommen, dagegen fehlen das TpiwßoXov (Triobolon = 3 Oboloi)ur 'd mehrere kleinere Gewichte, die weiteren grösseren Gewichte sindrömisch.

Die Hohlmaasse sind nach dem specifischen Gewichte der Flüssig-keiten getrennt. Das Kongion, Hemikongion und die Hemine finden sichbei Dioskurides nicht, dagegen fehlen in der Tabelle von den kleinenMaassen das xo/Xiapiov (Kochliarion, Löffel) und das [j-uotpov (Mystron),(Bohne), xäp-jov (Nuss), ebenso die yoiv'4 (Choinix), ursprünglich einGetreidemaass, so viel wie 2 Sextarii oder 4 Kotylai, d. h. so viel ge-wöhnliches Getreide, als Tageskost auf einen Menschen gerechnet wurde,und das ^{iiyoivExiov (Hemichoinikion), eine halbe Choinix, sowie mehrereandere, die Hälften grösserer Gewichte bezeichnende Ausdrücke.

Man nimmt an, dass Dioskurides das römische (duodecimale) Ge-wichts- und Maasssystem gebraucht habe; dies ist auch sehr wahrschein-lich, denn es finden sich häufig rein römische Ausdrücke, wie Urna, dieanderen sind einfach Uebersetzungen, z. B. Keration für Siliqua, Xestesfür Sextarius, Tetarton für Quartarius.

An einigen Stellen, vermuthlich an solchen, die schlechthin grie-chischen Autoren entnommen sind, nennt er ausdrücklich die griechischenGewichte und Maasse, so V 102 die attische Drachme = 4,36 g und dieattische Choinix = 1,094 1, II 89 die attische Mine = 436,6 g. Ver-muthlich ist an allen Stellen, wo die Choinix, eine rein griechische Be-zeichnung, vorkommt, die attische zu verstehen.