Einleitung.
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falls Pergamenthandschrift (beide unvollständig); Cod. Laur. — F, voll-ständig; Cod. Yaticano-Palatinus = H, interpolirt; dazu die beidenWiener Handschriften C und N, und als dritte Classe, die mit Hülfedes alphabetischen Dioskurides interpolirt ist, Cod. Paris. = p (9. Jahrh.)Und Cod. Marc. = v x , beide aus derselben Quelle; sie liefern die fünfBücher in ursprünglicher, nicht alphabetischer Anordnung.
Die beiden wichtigsten Handschriften sind der Constantinopoli-tanus und Neapolitanus, beide als älteste Vertreter der alphabetischenUmarbeitung des Textes und Abschriften eines Archetypus, welcher zwi-schen Galen (12. Jahrh.) und Oribasios (4. Jahrh.) geschrieben ist. Dererstere wurde durch den Gesandten Busbecq von einem Patricier Ant.Kantakuzenos zu Constantinopel beschafft und nach Wien gebracht. Esist eine kostbar ausgestattete, für Julia Anicia, die Tochter des KaisersFlavius Anicius Olybrius (f 472) angefertigte Pergamenthandschrift ausdem Ende des 5. Jahrhunderts. Sie enthält die Beschreibungen derPflanzen in alphabetischer Reihenfolge nebst stylisirten Abbildungen, dabeiunter dem vielfach gekürzten und umgearbeiteten Texte des Dioskuridesvon derselben Hand, nur in kleinerer Uncialschrift (welche als mehr ab-gerundete Form aus der Capitalschrift hervorging) Parallelüberlieferungena us Krateuas und Galen.
Ebenso ist der Neapolitanus alphabetisch geordnet und reichlichillustrirt; er stammt aus dem 7. Jahrhundert, seine Entstehung fällt aber®'t dem Constantinopolitanus in dieselbe Zeit.
Die beste Ausgabe ist die Aldina, gedruckt bei Aldus Manutiuszu Venedig im Jahre 1499, aber wenig bekannt geworden; Sprengel,welcher sie besass, nennt sie kunst- und glanzvoll. Sie hat nur wenigt ehler, die Accente sind richtiger als in allen früheren Ausgaben, auchenthält sie die besten Lesarten. Es gibt eine zweite Aldina, welcheSaracenus, da er die erste nicht kannte, als die (einzige) Aldina be-zeichnet. Sie erschien zu Venedig 1518 von Fr. Asulanus, dem Schwagerdes Aldus, unter Mitarbeit von Hier. Rosci, Arzt zu Padua; sie wirdv on Sprengel verurtheilt.
Janus Cornarius, wie er sich selbst nennt, oder Janus Cornarus,wie er gewöhnlich geschrieben wird, gab im Jahre 1529 den Dioskuridesheraus. Es ist fast der Text des Asulanus, nur mehr geläutert, und20 Jahre später erschien der Dioskurides von Jac. Goupylus mit derUebersetzung von Ruellius. Beigefügt sind die verschiedenen Lesartender Pariser Codices.
Die letzte gründlich revidirte und mit lobenswerthem Fleiss be-arbeitete Ausgabe rührt von Jan. Saracenus (Frankfurt 1598) her.
Lateinische Uebersetzungen des Dioskurides sind nach R. Fuchs(Gesch. der Heilk. bei d. Griechen 1901 S. 350):