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[1] (1906)
Entstehung
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313
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DAS 50JÄHR. JUBILÄUM DES POLARISA T10NSAPPARA TES 313

Zuckerarten betreffenden Arbeiten niedergelegt; um derenBetrachtung zu einer einheitlichen zu gestalten, habe ich esvermieden, einzelne von ihnen, der rein chronologischen Ordnungfolgend, schon vorher zu erwähnen.

Von neuen Zuckerarten entdeckte Mitscherlich nur eine,die Mykose, die jetzt meist Trehalose genannt wird, und alsin der Natur weitverbreitet nachgewiesen ist; er isolierte sie (1857)aus dem Mutterkorne (Claviceps purpurea), stellte sie rein dar, undbeschrieb sie mit allen jenen Eigenschaften, die sich gegenwärtigin den einschlägigen chemischen Werken verzeichnet finden;namentlich erkannte er auch, daß sie mit dem Rohrzucker isomersei, sich in vieler Hinsicht (gegen Alkalien u. s. f.) analog wiedieser verhalte, und bei der Hydrolyse nur Traubenzucker ergebe.

In zahlreichen Arbeiten, die sich etwa von 1835 bis 1845hinziehen, beschäftigte sich Mitscherlich mit der Gärungder Zuckerarten, und zwar anknüpfend an die von Berzeliusaufgestellten Theorien der Katalyse und der Kontaktwirkung.Übereinstimmend mit Berzelius nahm er zunächst an, daßdie chemischen Verbindungen und Zersetzungen im pflanzlichenund tierischen Organismus durch Kontaktwirkung eingeleitetwürden, und versuchte u. a. schon 1833 festzustellen, ob infolgesolcher etwa die Drüsen befähigt wären, aus den Bestandteilendes Blutes neue Verbindungen zu erzeugen, oder ob sie nurdie schon vorhandenen zur Ausscheidung brächten; es wurdehierbei ermittelt, daß z. B. der Milchzucker im Blute nichtfertig gebildet vorhanden ist, und niemals auch nur spuren-weise aus Blut isoliert werden kann, obwohl synthetische Ver-suche zeigten, daß die benützten analytischen Methoden, unterdenen auch eine Schleimsäuremethode zu erwähnen ist,noch den Nachweis von 0,01 Prozent Milchzucker ermöglichten.Analog diesen Kontaktwirkungen und entsprechend der so-genannten katalytischen Umwandlung von Cellulose in Olykose,von Stärke in Dextrin, von Dextrin und Gummi in Trauben-zucker u. s. f., bei der die wirkenden kleinen Mengen Säure