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[1] (1906)
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51
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DIE CHEMISCHEN KENNTNISSE DES DIOSKOR1DES 51

Zur Gewinnung des Quecksilbers füllt man den alsMennige"bezeichneten Rohstoff, d. i. in Wirklichkeit Zinnober, in eineeiserne Schale, bringt diese in ein irdenes Gefäß, verschließtes durch einen gut passenden Helm, verschmiert rings mit Lehmund erhitzt; hierbei setzt sich eine Masse an dem Helm fest,die, abgekühlt und abgekratzt, zu Quecksilber wird. 1 Man mußdieses in Gefäßen von Glas, Blei, Zinn oder Silber aufbewahren,da es alle anderen Materialien durchfrißt; es ist ein furchtbaresGift und wirkt, getrunken, tödlich, weil seine Schwere die Ein-geweide zerreißt.

Kleine Mengen Quecksilber treten auch als solches (d. h. inmetallischer Form) in den Gruben auf; ferner soll Quecksilberbeim Verhütten des Silbers in Tropfen an den Decken derSchmelzhütten hängend gefunden werden.

Kupfer, das in den Schmelzöfen dargestellte, schön roteMetall, 2 dient, ebenso wie die hinterbleibende Kupferschlacke, 3als Zusatz zu Heilmitteln. 4 Beim Glühen für sich oder auchmit Schwefel, Salz, Alaun u. s. w. hinterläßt es dasgebrannteKupfer", eine trocknende, adstringierende und Erbrechen er-regende Masse; 5 offenbar ist diese ein Gemenge ganz ver-schiedener Verbindungen, von denen in reinerer Form undunter ganz bestimmten Bestimmungen erhalten, nur beschriebenwerden: eine anfangs entstehende rote, beim Reiben schönzinnoberrot werdende, sowie eine zuletzt abgeschiedene schwarzeSubstanz, Kupferoxydul und Kupferoxyd. Mit diesen zu iden-tifizieren sind wohl die Kupferblüte, 6 die beim Aufgießen vonWasser auf das den Schmelzöfen entströmende Kupferin-folge der plötzlichen Abkühlung gleichsam ausgespien wird undausblüht", bezw. der Kupferhammerschlag, ein Abfallproduktder cyprischen Kupferwerkstätten; 7 beide dienen als Zusätzezu Heilmitteln. 8

Kupfer, gebranntes Kupfer, Kupferblüte u. s. w. erzeugen

1 5, 110. 5 5, 88 u. 89. 3 5, 119.» 5, 92. 6 5, 87.6 5, 88. 7 5, 89. 8 3, 165, 4, 22.

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