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und auf hitzige Geschwülste, Beulen und Geschwürelegt, so nimmt es die Hitze und läßt die Stellen er-kennen, an denen die Geschwüre aufbrechen; um dieStirn gebunden, stillt es das Kopfweh. Der aus demKraute bereitete Maitrank wirkt sehr blutreinigend.Das daraus destillierte Waffer kühlt innerliche Hitze,stärkt die Nerven und führt den Gries ab.
2. Der Hügel-Waldmeister, auch Bräu-wurzel, Halskräutlein genannt, wächst auf trockenen,sonnigen Hügeln, an Wegen und Ackerrainen in ganzEuropa.
Anwendung: Früher wurde das Kraut gegenHalskrankheiten und Bräune gebraucht.
Wegerich
1. Der große Wegerich (klavtago 1^,),auch Wegetritt, Wegeblatt genannt, hat rundeoder eiförmige, etwas gezähnte, eine Rosette bildendeWurzelblätter, mit nackten Schäften und verlängerten,walzig-linealen Blütenähren.
2. Der mittlere Wegerich (?Iant,s^o weäia I,.)hat eirund-lanzettförmige behaarte Blätter.
3. Der spitze Wegerich lanesolatii 1^.)hat spitzige Blätter, die mehr in die Höhe gehen.
Anwendung: Die Blätter aller drei Artenhaben einen bitteren, salzigen, zusammenziehenden Ge-schmack, eignen sich zum Gerben, wirken kräftig auf dieSchleimhäute in den Lungen, Urinwegen, Magen undGedärmen, sind daher sehr gut bei Lungenverschleimung,altem Katarrh mit viel Auswurf, Magenverschleimungund daher rührender Appetitlosigkeit, bei langwierigenDurchfällen, Blasenschwäche und Blasenhämorrhoiden.Man mischt 2—3 Löffel voll des aus dem Krautegepreßten Saftes unter Milch oder Fleischbrühe undläßt dies den Tag über trinken. Die frischen Blätterdes Wegerichs werden auch gegen Wespen- und Bienen-stiche empfohlen.