208 Trollblume — Veilchen.
Trollblume ^1'roIIius.)
Engelblume, Bergranunkel, Dotterblume,
Schellenblume, unechte Nieswurz, Alp-> Hahnenfuß.
Die Trollblume wächst in den Gebirgsgegendenbeinahe ganz Deutschlands und der Schweiz auf feuchtenWiesen und wird auch zuweilen zur Zierde in Gärtengepflanzt. Die Wurzel ist ausdaueind und besteht ausvielen schwarz-braunen Fasern. Der Stengel ist aufrecht,rund, glatt, einfach, meist einblütig und 1—2 Fußhoch. Die Wurzelblätter stehen im Kreise, sind lang-gestielt, fünfteilig, dreifach eingeschnitten, gesägt, glänzendund glatt. Der Same ist braun und glänzend.
Anwendung: Die Wurzel wird zuweilen stattder schwarzen Nieswurzel eingesammelt; sie unterscheidetsich von derselben außer durch ihre Geruch- und Ge-schmacklosigkeit in trockenem Zustande dadurch, daß siebeinahe ganz aus Fasern besteht, ohne einen beträcht-lichen Wurzelstock zu haben. Ein Absud aus derWurzel wird gegen Skorbut empfohlen. Das Viehberührt die Pflanze nicht.
Veilchen (Viola.)
t. Das wohlriechende Veilcken (Violü,oäomtg K.), März-Veilchen, wächst häufig in Hecken,Gebüschen, sowie auch auf offenen Grasplätzen in ganzEuropa und Nord-Asien.
Anwendung: Die Wurzel und die Samenwaren ftüher offizinell, letztere rühmte man gegen Griesund Stein, heute sind sie ganz außer Gebrauch ge-kommen. Die schönen blauen Blumenblätter dienen zurBereitung des Veilchensyrups (ein Teil Blüten wirdmit zwei Teilen heißem Wasser und mil 3^2 TeilenZucker und Zuckersaft eingekocht), der fedoch nur un-bedeutende arzneiliche Kräfte hat, obgleich man ihnKindern teelöffelweise zur Linderung des Hustens so-