Mandelbaum. 141
mit purpurfarbigen Avern gezeichnet. Der Same istklein, nierensörmig und schwarz.
Anwendung: Die Wurzel wird wie die Eibisch-wurzel gebraucht. Die Blätter mit Kohl gekocht öffnenden Leib. Ein aus den Blättern bereitetes Bad er-weicht die verhärtete Gebärmutter.
3. Die schwitzblätterige Malve (MIv» glesa1^.), auch Augenpappel, Wetterrose, Rosen-pappel, Siegmarkskraut, Herzleuchte genannt,ist wie der Eibisch im Gebrauch. Die Blüten sindziemlich groß und haben eine schöne rosa Farbe.
MandclblttlM eowwullis Ii.)
Der Mandelbaum wächst ursprünglich in Syrien,Arabien und in der Barbarei in Afrika, wird aberjetzt häufig in Gärten und Weinbergen b-i uns ge-zogen. Er blüht im März und April vor dem Ausbrucheder Blätter. Die Frucht reift im September undOktober. Offizinell sind die Kerne der Nuß, sowohldie süßen wie die bitteren. Dieser Baum erreicht eineHöhe von 12—16 Fuß, hat etwas abstehende Aeste;die Blätter stehen zerstreut. Die stiellosen Blumen sindgepaart. Der Kelch ist einblätterig, röhrig und abfallend.Die Blumenblätter sind ausgerandet, groß und brorce-rot. Die fadenförmigen Staubfäden stehen aufrecht.Der Staubbeutel ist einfach, desgleichen der Griffel;die Narbe ist kopfförmig. Die Steinfrucht ist trocken,lederartig, wollig, eiförmig, gegen die Basis etwasweiter und aufspringend. Die Nuß ist glatt und mitvielen Löchern versehen. Der Kern ist eiförmig, zuge-spitzt, glatt und außen braun bestäubt.
Anwendung: Man unterscheidet zwei Arten:^w^ZäsIus comwullis «Zu'ois und oomwuuis
swiu'g, wovon erstere einen süßen und letztere einenbitteren Kern hat. Die süßen Mandeln und das ausihnen gepreßte Oel werden bei uns mit Recht in den