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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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90 Gartcnsalbei Geißbart.

bindung mit Uebelschlägen auf die krampfhaften Stellenvorzügliche Dienste leisten. Der Absud ist auch gutgegen Blutspeien. Mit Kraut angesetzter Wein ist gutgegen Wassersucht, Gliederreißen und Leberleiden.

Gartensalbei (?alvia otl'iem^is 1^.)

Edel-, Königs-, Kreuzsalbei, Muskatellerkraut.

Der Salbeistrauch wird bei uns häufig in Gärtengepflanzt. Er hat rutenartigs, krautige Aeste. DieBlätter sind gestielt, zungenförmig und von gräulich-grüner Farbe. Die jüngeren Zweige sind vierkantig,weißgrau gefärbt und filzig. Die aufrecht stehendenBlütenzweige haben an der Spitze 6 bis 12 blütige,in Quirlen stehende Blüten von violetter, bis-veilen auchweißer Farbe, welche sich im Juni und Juli entwickeln.

Anwendung: Die Salbeiblälter wirken mildzusammenziehend- aromatisch, blähungtreibend undkatarrhmildernd. Im Aufguß gegen Durchfall undNachtschweiß angewendet, wirken sie vortrefflich; äußer-lich gebraucht man sie zu Mund- und Gurgslwasierbei blutendem Zahnfleisch, Bräune. Katarrh etc.Salbeiblätter bilden überhaupt einen häufigen Zu-satz zu Zahnpulvern. Waschungen mit einem Absudvon Salbeiblättern sollen für eiternde Wunden gut sein;ein Tee von gleichen Teilen Salbei und Wermut wirdgegen verschleimten Gaumen, Hals und Magen undzur Reinigung von Leber und Nieren sehr gelobt. Auchals Räuchermittel bei Asthma wird Salbei angewendet.

Geißbart (Zpirasii,)

1. Knolliger Geißbart (Lpiraea ülixöuäula 1^.)

Erdeicheln, großer Steinbrech, Harftrang,

Schafblumen, Tropf wurz, Weinblume,Wiesenkönigin.

Diese Pflanze wächst verstreut auf Waldwiesen, hatdünne Wurzeln mit spindelförmigen Knollen und schlan-