Eisenkraut — Engelsüß. 7S
zeit gesammelt und gegen Gicht und Lähmungen ange-wendet; obwohl die Wurzel viel kräftiger wirkt, wirdsie doch nur selten gebraucht. Bei allen fieberhaftenEntzündungskrankheiten ist der Eisenhut sehr gut; mannimmt auf 1 Glas Wasser 6 — 8 Tropfen Tinktur.Diese wird auf folgende Art zubereitet: Man preßt dasfrische Kraut zur Zeit der Blüte aus und vermischtden Saft mit ebensoviel Weingeist, stellt dieses 12 Tagelang an einen warmen Ort und gießt alsdann dasKlare ab. Die Tinktur wird ebenfalls bei Gliederreißen,Gicht, Schwindel, Kopfweh, Blutschlag, Lungenblutsturz,Husten, häutiger Bräune, Augenentzündung, Blasenent-zündung und Harnverhaltung mit Erfolg angewendet.Für Hunde, Katzen, Füchse, Wölfe :c. ist der Eisenhuteines der heftigsten Gifte.
Eisenkraut (VerbMg, Meinslis 1^,)Eisenhart, Verbene.
Das Eisenkraut wächst im mittleren Europa undblüht im Juni. Der aufrechte, rauhe, 4kartige Stengelerreicht eine Höhe von 2 Fuß. Die Blätter sind schärf-lich, die Blumen weiß mit violetten Enden, der Zipfelhat hie und da auch eine rötliche Färbung.
Anwendung: Die Wurzel mit Wein ausgezogen,hilft gegen die Gelbsucht. Das Kraut in Wein gesotten,hilft gegen Leber-, Milz- und Nierenleiden. Das Krautin Wasser gesotten, befördertdieMenstruation. Eisenkraut-wafser, an die Schläfe und Stirne gestrichen, stillt heftigesKopfweh, ist auch gut bei Flechten, Krätze, Feigwarzen,wenn man dieselben fleißig damit bestreicht.
Engclsüß vul^rs 1^.)
Süßfarn, Bauernfarn, Engelsüßtüpfelfarn,Steinfarn, wildes Süßholz, Kropfwurzel,Korallenwurzel, Roßfarn, Baumfarn, Tropf-wurz, Tüpfelfarn, Farnkraut.
Der Tüpfelfarn wächst fast in ganz Europa in