S8 Edelleberkraut.
seuchen, Schweinskrankheiten:c. leistet der Gebrauchder gepulverten Eberwurz vorzügliche Dienste. DieWurzel wird auch bei der Schweinezucht mit wesent-lichem Nutzen als Futter verwendet. Siedet man dieEberwurzel in Essig, so vertreibt sie als Waschwasserbenutzt die Raute, sowie auch andere Unreinigkeiten derHaut; auch kann man sie gegen Zahnschmerzen an-wenden. Wunden und Geschwüre werden rein aus-geheilt, wenn man die Wurzel iu Wein oder Wassersiedet und die betreffenden Stellen damit fleißig aus-wäscht.
2. Die gemeine Eberwurzel, Saudistelfindet man überall aus wüsten Triften, an Wegen, inNadelwäldern :c. Früher war auch die Wurzel derSaudistel sowie das Kraut osfizinell, doch wurden sienur selten bei ähnlichen Fällen wie die echte Eberwmzelgebraucht.
3. Die gummitragende Eberwurzel (L.AuwmikarÄ) hat einen kurzen Stengel, große Blüten-köpfe, die in der Mitte der Blätterrosette einzeln oderzu mehreren sitzen; die Blumen sind purpurrot undwachsen an unbebauten Orten. Diese Pflanze blühtim Juli und August. Das aus der Hülldecke fließendeHarz wird gegen den Bandwurm angewendet, in derBerberei verwendet man das Harz nur zur Bereitungeiner Art Vögelleim, auch dort sind die Wurzel unddas fleischige Blütenlager als Speise sehr beliebt.
Edelleberkraut KsMieg,.)
Leberkraut, blaues Leberblümchen.
Das Edelleberkraut hat einen walzigen, stark be-faserten Wurzelstock, aus dem sowohl langgesticlte, herz-förmig-dreilappige, ganzrandige, oberseits kahle, untenvehaarte Blätter, als auch einsache, blattlose, 7—12 ewlange Blütenstiele hervorkommen. Die Blüte ist voll-kommen und besteht aus einer meist dreiblätterigen