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Der Kräuterarzt : eine Beschreibung der heilkräftigen Pflanzen und Kräuter und deren Gebrauch bei vorkommenden Krankheiten ; nebst einem genauen alphabetischen Register der Krankheiten mit Angabe der anzuwendenden Kräuter und Heilpflanzen
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Dost. «5

sowie weiß- und rotgestreifte Blumen, Die zierlicheStaude findet sich hin und wieder auf Bergen, besondersaber aus Kalkboden.

Anwendung: Die Rinde der ziemlich dicken undästigen, auswendig gelben, inwendig weißen, harzigriechenden und sehr bitter schmeckenden Wurzel wirdals stärkendes, zerteilendes, schleim- und wurmtreibendesMittel gebraucht.

Eine bekannte bittere Gift- und Magenessenz wirdfolgendermaßen bereitet: Man nehme je vier Händevoll weißen Diptam, Schwalbenwurzel und Scordium,dann je 60 g Meisterwurzel, Bibernellwurzel, Eberwurzel,Angelikawurzel und Alantwurzel, zerkleinere alles gutund übergieße es mit 1 Liter guten starken Branntweinsund digeriere alles in einem geräumigen, mit durch-stochener Blase verbundenen Gefäße 814 Tage imSandbade oder an der Sonne. Hierauf filtriere mandas Ganze und bewahre die erhaltene Flüssigkeit ingut verschlossenen Gefäßen auf- Es ist eines der bestenMagenmittel und gegen alle aus dem Magen ent-springenden Leiden anwendbar.

Dost (Ori^ÄNuiQ vuIZars I..)

Badkraut, Bergminze, schwarzes Ruhrkraut,Wohlgemut.

Der Dost wächst häufig an Rainen, sonnigenStellen und auf Heiden. Der Wurzelstock ist ausdau-ernd. An dem aufrecht stehenden Stengel befindensich die glattrandigen, gegenständigen und etwas weich-haarigen Blätter. Die endständigen Blüten stehen inRispen, sind purpurn, manchmal auch bleichrot, seltenweiß gefärbt. Die Blütezeit fällt in die Monate Julibis September. Die Blätter und Blüten sammelt manim Juli und August. Die ganze Pflanze geriebenriecht stark gewürzhaft, auch ihr Geschmack ist gewürz-hast, zusammenziehend bitterlich.

Anton, Nrimt-rarjt, s, Aufl. b