Einleitung.
Das Einsammeln und Aufbewahren der Arzneipflanzen.
Das Einsammeln der Blätter und Blüten unter-scheidet sich von dem der Früchte und Wurzeln. AlleBlätter und Blüten sind im Schatten und ohne Feuer-wärme zu trocknen. Es kommen aber Ausnahmen vor,z. B, wenn anhaltender Regen das Trocknen im Schat-ten so verhindert, daß Fäulnis und Moder entstehen,dann ist es besser, die Arzneipflanzen in geheizten Räu-men zu trocknen, an schönen Tagen der Sonne auszu-setzen und durch öfteres Wenden nochmals zu trocknen.Fällt die Ernte in die kühlen Herbstlage, so kann dasTrocknen zu einer längeren Ausbewahrung und Versen-dung nur durch Heizwärme ermöglicht weiden. Dashäufige Umwenden zerbrechlicher Blätter und Blütendarf nur angewendet werden, wenn das Trockenwerdenauf andere Weise nicht möglich ist, weil dabei diePflanzen leiden. Härtere Produkte können ohne Scha-den oft umgewendet und stärker aufgeschüttelt werden.Zerbrechlichere müssen aus demselben Grunde möglichstdünn ausgebreitet werden. Das Trocknen der Blätterund Blüten geschieht teils auf Rahmen mit Draht- oderBindsadengeflecht, teils nur auf Papier, teils direkt ausdem Fußboden. Ein großer Teil der Arzneipflanzenwird mit den Stengeln abgeschnitten, in nicht zu starkeBündel zusammengebunden und an luftiger Stelleunter dem Dache, am besten an der Schattenseite einesGebäudes, aufgehängt. Wer viel Arzneipflanzen baut,wird sich einen lustigen Trockenboden einrichten undauf demselben einen glatten, gut zusammengefügtenFußboden machen lassen. Der Bodenraum selbst erhält