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1 (1907)
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1185
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Fumaria.

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Lampenrusä heisst eine besonders feine Russsorte, welche man durch Verbrennenkohlenstoffhaltiger Materialien, z. B. Sesamöl, Petroleum und dergl., in besonders kon-struirten Lampen gewinnt. Sehr feiner Russ wird zur Zeit auch durch Verbrennen vonAcetylen dargestellt.

Asboline nennt B raconnot eine Flüssigkeit, welche er aus Kienruss durch Aus-kochen mit Wasser, Behandeln des Extraktes mit Salzsäure, Ausziehen mit Alkohol, Ab-dampfen, Aufnehmen des Alkoholrückstandes mit Aether und Abdestilliren des Aethersdarstellt. Das gegen verschiedene Krankheiten, besonders Tuberkulose, angewendete gelb-liche, sirupartige Präparat enthält als Hauptbestandteile Brenzkatechin und Homobrenz-katechin. Wir möchten hieran die Frage knüpfen; ob das Präparat wirklich aus Kienrussund nicht etwa aus Glanzruss hergestellt worden ist.

Bacilla dermographica P yrlas . Adipis suilli 10,0, Terebinthinae 20,0, Ceraefiavae 30,0, Fuliginis e taeda ustae 10,0.

Kohol, ein Haarfärbemittel, ist chinesische Tusche, mit Quittenschleim und arabi-schem Gummi angerieben.

Druckerschwärze. Ordinäre für Zeitungen: Schwacher Firniss 1000,0, Sicca-tiv 50,0, Harzöl 300,0, Kolophonium 300,0, Harzseife 200,0, Russ 400,0. Bessere: I) Lär-chenterpentin 675,0, Kali-Oelseife 750,0, Olein 300,0, Lampenscliwarz 450,0, Pariser Blau80,0, Oxalsäure 40,0, Wasser 80,0. II) Syrischer Asphalt 150,0, Mineralöl 300,0, BerlinerBlau 20,0, Beinschwarz 300,0, Lampenschwarz 230,0. III) Syrischer Asphalt 100,0, Mine-ralöl 400,0, Berliner Blau 20,0, Beinschwarz 100,0, Lampenschwarz 300,0.

Stempelfarbe, nicht durchschlagend. Für Metallstempel zum Stempelnauf Papier. Sechsfach gebrannter Russ wird mit Rapsöl q. s. fein angerieben.

Gattung der PapaveraceaeFumarioideae.

Fumaria officinalis L. Heimisch in Europa und Asien, in Amerika eingeschleppt.

Beschreibung. Einjährig, mit kahlem Stengel, bläulich bereiften, fiederschnittigenBlättern, deren Abschnitte dreitheilig, die Zipfel mehrspaltig sind. Die in Traubon an-geordneten Blüthen sind hellroth mit dunkelpurpurnem Fleck au der Spitze. Kelchblätter3 mal kleiner als die Blumenkrone. Frucht niedergedrückt-kuglig, quer breiter, oben ab-gestutzt oder ausgcrandet.

Bestandtheile. Ein Alkaloid Fumarin, in konc. Schwefelsäure mit dunkel-violetter Farbe sich lösend, schwer löslich in Wasser, leicht in Alkohol, Chloroform, Benzol,Schwefelkohlenstoff und Amylalkohol, unlöslich in Aether. Die Pflanze enthält fernerFumarsäure (CH. C00H) 2 . Man verwendet das ganze Kraut:

Herba Fumariae (Ergäuzb.). Erdrauch. Erdraute. Taubenkerbel. Grind-kraut. Fiuneterre (Gall.). Fumitory.

Gebräuchlich ist das zur Blüthezeit Mai bis Juli gesammelte Kraut ohne dieWurzel. 5 Th. frisches Kraut geben 1 Th. trocknes.

Extractum Fumariae (Gall.). Erdrauchextrakt. Extrait de fumeterre.Wird wie Extr. Digitalis Gall. (S. 1041 1) bereitet. Ausbeute 2022 P'-oc.

Sirupus Fumariae. Sirop de fumeterre (Gall.). Wie Sirupus Chamomillae Gall.(S. 716) zu bereiten.

Fumaria.

Serum Lactis aperitivuni Van Swieten.

Erdrauchz ucker.

Rp. Seri Lactis

500,0

Rp. Herb. Fumariae pulv. 10,0

Sacchari pulv. 70 f 0Glycerini

Aquae destill. ää 10,0.

Herb. Nasturt. recent. aa 20,0.Man kocht, löst in der Seihflüssigkeit

Herbae Taraxaci recent.Herbae Fumariae recent.Herbae Cerefolii recent.

Theelöffelweise für skrophulöse Kinder.

Ftisana (le Fumaria.Tisane de fumeterre (Gall.).Wie Tisane de Buchu (S. 511.).

Tartari natronati 10,0

und fügt hinzu

Sirupi simplicis 25,0.

Morgens nach und nach 4 Weingläser.

Handb. d. pharm. Praxis. I.

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