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1 (1907)
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Elemi.

Bestandtheile. Etwa 26 Proc. Ole'in, 83 Proc. Stearin, Palmitin und My-ristin, etwa 44 Proc. Glyceride der Laurinsäure, Caprinsäure, Caprylsäureund Capronsäure.

Verwendung. Wie Kokosöl. Die Pressrückstände der Samen werden als Vieh-futter benutzt, sie enthalten 16,1 Proc. Rohprote'in, 10,93 Proc. Rohfett, 37,85 Proc.stickstofffreie Extraktstoffe. Sie dienen auch zur "Verfälschung des gemahlenenPfeifers; man unterscheidet sie hier leicht von dem ähnlich gebauten Endosperm der Kokos-palme durch die etwas stärker und knotig verdickten und sehr deutlich getüpfelten Zell-wände. Die Zellen enthalten ebenfalls grosse Aleuronkörner und Reste von Fett.

II. Elaeis melanococca Gärtn. Heimisch in Mittel- und Südamerika. Ausdem Mesocarp gewinnt man ebenfalls ein Fett von talgartiger Konsistenz. Es ist vondunkelrother Farbe.

Elemi.

Elemi (Ergänzb. Helv. Austr.). Gummi s. Resina Elemi. Balsnmuin cauca-mnin. Elemi. Elemiharz. Oelbaumharz. 1 ) Elemi (Gall.).

Mit dem Namen Elemi bezeichnet man eine ganze Anzahl verschiedener, wohlmeist von Burseraceen stammender Harze.

a) Amerikanisches Elemi von Icica- und Amyris-Arten. In den Handel kommtzuweilen mexikanisches Elemi von AtliyriS elemifera Royle und Yucatan-Elemivon Amyris Plumieri DC. und andere Arten. Beide Sorten sind hart. Dahin gehörtein neuerdings vom Protium heptaphyllum March, in den Handel gekommenesweiches Elemi, von grauer Farbe und fenchelartigem Geruch. Es enthält 7,3 Proc. äthe-risches Oel.

b) Ostindisches Elemi von Canarium-Arten bildet harte Stücke von schwa-chem Geruch.

c) Bengalisches Elemi, angeblich von Amyris AcjallOCha Roxb. und Balsa-modendron Roxbourghii Arn., ein weiches, weisses Harz.

d) Neu-Guinea-Elemi, angeblich von Canarium-Arten, bildet harte, gelblich-weisse Stücke.

e) Mauritius-Elemi von Colophonia Mauritiana DC., weiches Harz, dem fol-genden ähnlich.

f) Manila-Elemi oder Philippinisches Elemi, auf der Insel Luzon gesammelt.Die einzige, gegenwärtig in grösserer Menge in den Handel gelangende und nach denohen genannten Arzneibüchern offlcinelle Sorte. Gall. und Helv. nennen mit einiger Re-serve als Stammpflanze Canarium Commune L., Austr. die Gattung Canarium überhaupt.Wahrscheinlich ist die Ableitung falsch, da das Harz von Canarium fest ist.

Beschreibung. Es bildet eine weiche, teig- oder terpentinartige, gelblich-weisseoder grünliche Masse von körnig-krystallinischer Beschaffenheit, mit vielen Pflanzen- undKohlenpartikelchen untermischt. Gemch an Fenchel erinnernd, Geschmack gewürzhaft undetwas bitterlich. Bei längerer Aufbewahrung wird das Elemi allmählich fester und nimmteine mehr gelbe oder bräunliche Farbe an. In Chloroform bei gewöhnlicher Temperatur,in Alkohol, Aether und Benzol beim Erwärmen löslich, in Petroläther unvollständig löslich.Spec. Gew. 1,021,08.

Bestandtheile. 30 Proc. ätherisches Oel, 2025 Proc. Amyrin (a-AmyrinSchmelzpunkt 180181° C. und /S-Amyrin Schmelzpunkt 193194° C., beide Amyrine sindTriterpenalkohole der Formel C ao H 40 OH), ferner eine krystallisirbare Sänre: Elemi säureC 35 H 16 0 4 , zwei andere, krystallinische Körper, die in Wasser löslich sind, Bryo'idin

Man nahm früher an, dass das Elemi ein Sekret des wilden Oelbaumes sei.