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1 (1907)
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Dulcamara.

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II. Duboisia Hopwoodii F. V. Nl. (syn. DuboisiaPiturieBankroft), Pituri'Pitschurie. Heimisoli in Südanstralien. Die Blätter sind 510 cm lang, lineal, dieSpitze oft etwas umgebogen. Sie enthalten ein Alkaloid Piturin. Dasselbe wird alsfarbloses, mit Wasser, Aetber und Alkohol lösliches Oel vom Siedepunkt 243° C. beschrieben.Nach Ladenbürg soll es mit dem Nicotin identisch sein.

Dulcamara.

Stipites Dulcamarae (Ergänzb.). Gaulis Dulcamarae (Hclv.). Caules Dulcaniarae(Austr.). Dulcamara (U-St.). Amara dulcis. Lignum Dulcamarae. Itittersiiss-stengel. Bittersiiss. Heiligenbitter. 1 ) Ilindisclikrautsteiigel. Miiuseliolz.Douce-amere (Gall.). Bittersweet. Bittersweet-stalks sind die oberirdischen Axenvon Solanum Dulcamara L. (Solanaceae Solaneae Solaninae), durch ganzEuropa, bis nach China und Japan verbreitet.

Beschreibung. Pflanze strauchartig, Stengel unten holzig, oben mehr krautig,niederliegend oder klimmend. Blätter gestielt länglich eiförmig, ganzrandig, spitz oderzugespitzt, am Grunde oft herzförmig oder selbst geöhrt, 3 zählig. Blüthen violett, seltenweiss, in langgestielten, rispenartigen, gabiig beginnenden Wickeln, dieselben durch An-wachsung scheinbar extraaxillär.

Die Stücke der Axe, gewöhnlich geschnitten im Handel, sind 48 mm dick, derLänge nach gestreift oder gefurcht, aussen grünlich-braun, ziemlich glänzend mit Kork-warzen (Lenticellen) und zerstreuten Blattnarben, innen häufig hohl.

Ausserhalb des dünnen Korkes bleibt die Epidermis mit ihrer Cuticula erhalten,im Parenchym der Mittelrinde Chlorophyll, darauf folgend ein einfacher, oft unterbrochenerKreis von Fasern. Im Holz reichlich Holzfasern, wenig Parenchym. Die Gefässbündelsind bikollateral, daher im Mark ebenfalls Phloem, das nach innen (also gegen das Cen-trum) Fasern erkennen lässt. In zahlreichen Zellen, besonders des Parenchyms, Oxalatsand.

Geschmack zuerst bitterlich, dann süsslich (daher der Name).

Bestandtheile. 1 / 3 pro mille Solanin C 42 H 87 N0 15 , ferner ein amorphes, bitter-schmeckendes, noch nicht sichergestelltes Alkaloid C 66 H 100 N. 2 0. 20 , ein GlukosidDulcamarinC 2a H 34 0 10 , das bei der Spaltung Glukose und Dulcamaretin C 16 Hj0 e liefert. SeineSpaltung beim Kauen scheint den Wechsel im Geschmack der Droge (erst bitter, dannsüss) zu bedingen. Vielleicht gehört das Dulcamarin zu den Saponinen.

Verwechslungen. Als solche werden die Stengel von Lonicera-Arten undHumulus LupulusL. genannt. Sie haben gegenständige Blattnarben und keine bikolla-teralen Bündel.

Einsammlung etc. Officinell sind die jüngeren (Helv. U-St.), wie auch die zwei-bis dreijährigen Stengel, die nach Ergänzb. im Herbste nach dem Abfallen der Blätternach Austr. im ersten Frühlinge oder im Spätherbste gesammelt werden. Man schneidetsie, um glatte Scheibchen zu erhalten, in frischem Zustande, nachdem man die dickerenStengel gespalten, trocknet zunächst an einem luftigen, schattigen Ort, dann bei gelinderWärme und bewahrt in Blechgefässen auf. Die grüne Farbe der Binde verliert sich beilängerer Aufbewahrung.

Anwendung innerlich zu 0,52,0 im Pulver oder als Abkochung, auch in Thec-mischungen. In der Homöopathie gegen Durchfall. In grösseren Dosen erzeugt die DrogeSchluckbeschwerden, Uebelkeit, Erbrechen, Schwäche, Schwindel, Cyanose, Pupillenerweite-rang, Konvulsionen. Innerlich verwendet man sie gegen Hautkrankheiten (Psoriasis,Pityriasis), Rheumatismus, Katarrhe, Asthma.

Extractnm Dulcaniarae. Bittersüssextrakt. Extrait de douce-amöreErgänzb. 1 Th. fein zerschnittene Bittersüssstengel wird zweimal mit je 5 Th. siedendem.

') Unter diesem Namen sonst Species Hierae pierae.