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1 (1907)
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443
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Balsamum Canadense.

443

Salz-Bad.

A. Kochsalzbad.

Up. Salis culinaris 2—3 kg.

B. Soolbad.

Up. Salis culinaris 6—8 kg.

Bäder mit einem Salzgehalt von mehr als 2 Proc.heissen Soolbäder. Solche mit 3°/ 0 heissen mittel-stark, mit 4°/ 0 stark.

C. Seesalzbad.

Bain de sei marin. (Gall.)

Rp. Salis marini (yel culinaris) 5 kg.

Scliwefel-Bad.

Rp. Kalii sulfurati pro balneo 60,—320,0.

Dem Bade wird bisweilen, aber unzweckmässig,noch 10 g englische Schwefelsäure zugesetzt.Holzwannen! An Stelle von Kali-Schwefel-leber kann auch Natriumtrisulfid treten.

Seifen-Bad.

Rp. Saponis domestici 250,0.

Wird in Wasser gelöst zugesetzt.

Senf-Bad.

Auf ein Fussbad (P 6 d i 1 u v e sinapisS. Gall.) wen-det man 150,0 entöltes Senfpulver an, welches vor-her 1 | 4 Stunde mit kaltem Wasser angerührtstehen gelassen war. Die Temperatur des Bade-wassers darf 40° C. nicht überschreiten.

Sulzer Mutterlaugensalz (künstliches).

Rp. Salis culinaris 938,0

Calcii chlorati fusi 5,5

Magnesii chlorati sicci 25,0Natrii bromati 6,5

Calcii sulfurici praeeip. 25,0,

Tannin-Bad.

Rp. Acidi tannici 50,0Aquae destillatae 200,0.

Terpentinöl-Bad.

(Pinkney,)

Rp. Saponis Kaiini

Aquae ää 100,0

werden im Dampfbade erwärmt, alsdann rührtman gleichmässig darunter

Olei Terebinthinae 90—120,0.

Unnaor Mutterlaugensalz (Künstliches).

Rp. Salis culinaris 119,0

Magnesii chlorati sicci 270,0

Natrii jodati 3,0

Kalii chlorati (KCl) 35,0

Calcii chlorati fusi 570,0

Natrii bromati 3,0.

Vet. Balneum arsenicale.

Rp. Arsenici albi 1,0

Ferri sulfurici cryst. 10,0Aquae 100,0.

Früher gegen Räude der Tiere (Schafe) benutzt.Für 100 Schafe rechnete man 1,4 kg Arsenik.

Yet. Bain arsenical Trasbot (Gall.)

in loco: Bain de Tessier.

Rp. Arsenici albi 1 kg

Zinci sulfurici crudi 5 „

Aloes 0,5

Aquae 100 Liter.

Balsamum Canadense.

Balsamum Canadense (Ergänzb.). Terebinthina Canadensis (Brit. U-St.). Ca-nadabalsam, Baume du Canada (Gall.). Canada Turpentine. Ist dei Haizsaft mehrererzu den Coniferae-AMetineae gehöriger Bäume: AbieS balsamea (L.) Mill., im öst-lichen Nordamerika, Abies Fraseri Lindl., in Pennsylvanien, Virginien und denAlleghanies, den man gewinnt, indem man die ansehnlichen Balsamheulen der Binde an-bohrt und ausfliessen lässt.

Beschreibung. Zähflüssig, von dünner Honigkonsistenz, klar, hellgelb oder etwasgrünlich, von angenehm balsamischem Geruch und bitterem, etwas scharfem Geschmack.Wild mit der Zeit dunkler, verdickt sieb, bleibt aber klar. Vollständig löslich in Chloro-form, Essigäther, Benzol, Terpenthinöl, fast vollständig löslich in Aether und Schwefel-kohlenstoff, in Petroläther zu 83,4—87,9 Proc., in Alkohol zu 91—93.2 Proc. löslich. Säure-zahl 84—86,8. Jodzahl 180,4-—236,07. Mit 1 j a des Gewichtes Magnesia usta vermengtverdickt er sich und wird schliesslich fest.

Spec. Gew. 0,998. Brechungsindex bei 15—20° C. = 1,535.

Bestandtheile. 24 Proc. äth. Oel, 59,8 Proc. in Alkohol lösliches, 16,2 Proc. inAlkohol unlösliches Harz. Das ätherische Oel dreht links — 29,66°, es enthält Bornyl-acetat und vielleicht Pinen. Spec. Gew. 0,8892.

Anwendung. In Amerika, England und Frankreich an Stelle des Terpenthins.Aeusserlich zu Pflastern etc., innerlich bei Erkrankungen der Bronchial- und Urethralschleim-haut in Pillenform.

Ferner als Kitt bei optischen Apparaten zum Aneinanderkitten von Linsen, die da-her vor starker Erwärmung zu schützen sind, ferner als Einschlussmittel für mikrosko-pische Präparate.