Erklärung botanischer Kunstausdrücke. 49
Endophyten — Innenpflanzen, d. h. im Pflanzen- oder im Tierkörper lebende Kryptogamen (sind oft Krank-heitserreger).
Endosperm (Nährgewebe) — I/XLV, XLVIII, CXLVIII (siebe auch nukleares und zelluläres Endosperm).
Endospermhaustorien — aus dem Endosperm (Nährgewebe) hervorgehenden Saugorgane.
Endospermkern, primärer — I/CXLVII.
Endospor — I /CXXV.
Endotesta —- V /i 660.
Endothecium — I /CXXIV.
endotropes Wachstum des Pollenschlauches — der Pollenschlauch wächst nur eine Strecke weit oder auf
dem ganzen Wege im Gewebe der Samenanlage,endotrophe Mykorrhiza — I/LVI; II 323.
Endotrophismus — Bildung von Knollen innerhalb anderer (Kartoffel).
endozoische Verbreitung — Samen bezw. Früchte werden von pflanzenfressenden Tieren verschlungen und
mit den Exkrementen wieder abgesetzt (IV/2 574).endständiger Griffel — I/CXXIX.
Enneandria — IX. Klasse des Linn6'schen Systems (Zwitterblüten mit 9 freien Staubblättern).
Entfaltungsbewegungen — IV/3 1658, 1728.
Entomophilie (Entomogamie) — I/CXLIV.
Enzym — siehe Ferment.
Eogen — Alt-Tertiär.
Eozaen — siehe Geologische Formationen.
Epharmose (Epharmonie) — wird die gesamte Anpassung einer Pflanze, die Harmonie zwischen ihrem
Bau und den äusseren Bedingungen, bezeichnet,ephemer — kurzlebig.
ephemere Blüten — öffnen sich nur einmal.
ephemere Pflanzen — bilden im Jahr mehrere Generationen, d. h. sie bringen mehrmals Früchte hervor.Ephemerophyten (Passanten) — Ankömmlinge, nur vereinzelt und vorübergehend und ausschliesslich in
Kunstbeständen auftretende Pflanzen (IV/3 1329).
Ephydrogamicae — Wasserblütler, die sich auf dem Wasser bestäuben.
Epiblast — I 170.
Epiblem(a) — ältere Bezeichnung für die einschichtige Oberhaut der Wurzel (Wurzelepidermis).
Epidermis (Oberhaut) — I/XXVII, XCIX; II 336 Fig. 420; V/4 2375
epigaeische (epigäe) Keimung — Keimblätter treten über die Erde und assilimieren (IV/3 1122, 1630).
Gegensatz: hypogaeische Keimung,epigyne Blüten — I/CXXVIII.
Epikarp (Exokarp) — I/CXLIX.
Epikotyl — heisst das erste Stammglied bei der Keimpflanze (I 170).
Epilithen (Epipetren) — siehe Felshalter.
Epinastie — I/LXXIV; IV/2 545.
epinykte Blüten — sind ephemere Blüten, die sich in der Dämmerung oder in der Nacht öffnen (Mirabilislongiflora, Kakteen).
Epiontologie (genetische Pflanzengeographie) — beschäftigt sich mit der Entwicklung der Pflanzenver-breitung im Laufe der Zeit, mit ihrer geschichtlichen Bedingtheit,epipetal — I/CXXXIV.epipetale Stamina — I/CXXVI.
Epiphyllie — V /i 656; V/2 1453.
Epiphyten (Ueberpflanzen) — leben normal auf anderen Pflanzen, ohne diesen jedoch Nahrungsstoffe zu
entnehmen (siehe auch Gelegenheitsepiphyten).epiphytisch (auf anderen Pflanzen lebend) — I/LVII; III 16.e P 1 phytoide Halbschmarotzer — siehe Holzparasiten,episepal — I/CXXXIV.episepale Stamina — I/CXXVI.
epistomatisch — heissen Laubblätter, die nur auf der Oberseite Spaltöffnungen tragen.
Epistrophie — Rückschlag einer ziemlich konstant gewordenen Monstrosität in einzelnen Organen zu der
normalen Form (Baumvarietäten).
Epithelzellen — sind sezernierend und kleiden als dünnwandige Schicht die schizogenen Sekretbehälter
aus (siehe auch Tapetum).
Epithem — heisst das unter den Wasserspalten befindliche kleinzellige, farblose Gewebe.Epithemhydathoden — IV/2 571.
e pitrope Samenanlage — die Mikropyle ist nach der Spitze (griffelwärts) gerichtet.
Epitrophie — Förderung der Gewebe bezw. der Organe auf der morphologischen Oberseite.e pizoische Verbreitung — Samen bezw. Früchte hängen sich oberflächlich an vorübergehendeTiere an.
H e g i, Flora Bd. VII: Register. *'