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Erklärung botanischer Kunstausdrücke.
Eiweissfäulnis — siehe Fäulnis.
Eiweisskörper (Eiweiss-Stoffe, Proteine) bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff undSchwefel. Die zusammengesetzten Eiweiss-Stoffe (Proteide) enthalten, sehr oft auch Phosphor. Siehaben grosse Moleküle und dürften durch Kondensation verschiedener einfacher Verbindungen ge-bildet worden sein. Durch Spaltung (z. B. Hydrolyse) entstehen leicht lösliche Amide (Säure-Amideund Aminosäuren), wie Asparagin, Leucin (Aminokapronsäure).
Eiweissorganismen — sind ausschliesslich auf Eiweiss-Stickstoff angewiesen.
Eiweissreaktion — IV/3 1644.
Eiweisschläuche der Cruciferen — IV/l 57.
Eiweisstoffe (Leitung) — I/XLI.
Eiweissverwandtschaft — IV/3 1643.
Eizelle — I/CXLVII.
Ekblastesis — seitliche Durchwachsung einer Blüte, d. h. Knospenbildung in der Achsel von Blüten-organen (siehe auch Diaphyse).
Ekelblumen — siehe Dipterenblumen.
Ektopie — abnorme Stellung eines Organes.ektotrophe Mykorrhiza — I/LVI.
Elaioplasten — Oelbildner.
Elaiosom — ölhaltige Stellen bezw. Anhängsel (I/CLV) an Samen und Früchten (siehe Myrmekochorie).Elateren (Schleuderzellen) — I 52.
Elektronastie — IV/3 1398.
Elemente, genetische — Arten gleicher Heimat und gleicher Herkunft.
Elemente, geographische — Summe der Arten gleicher oder wenigstens in den grossen Zügen ähnlicherVerbreitung.
Elemente, historische — Arten, die im gleichen Zeitraum der Florengeschichte im Gebiet entstanden oder
eingewandert sind,eleutheropetal — = choripetal.eleutherosepal — I/CXVIII.eleutherotepal — I/CXVIII.em. (latein.) — emendatio (Ausgabe).
Embryo (Keimling) — I/XLV; V/i 579.
Embryologie — Entwicklungsgeschichte des Einzelwesens (siehe Ontogenie).embryonale Generation — = Sporophyt.embryonale Zelle — I/XVIII.
Embryosack — I/CXXX; V/3 160.1.
Embryosackhaustorien — vermitteln die Zuleitung der plastischen Nährstoffe aus dem Nuzellus und denIntegumenten zum Embryo und Endosperm. Das Haustorium geht aus dem Embryosack, dem Suspen-sor, den Antipoden, den Synergiden oder aber meistens aus dem Endosperm hervor.
Emergenzen — I/XXX; III 14; IV/2 642; V/i 54.emers — über dem Wasser lebend,empfindliche Blätter — IV/3 II21.empfindliche Staubblätter — IV/i 87; VI/2 964.
Emulsin — IV/2 1091 ; V/3 1993.
Enaliden (Seegräser) — leben im Salzwasser festsitzend im lockeren Boden; sie zeigen meist geselligen
Wuchs und bilden unterseeische Wiesen.
Enantiostylie — Griffel und Narbe sind nach einer andern Seite gerichtet als die Staubblätter.
Enation (Enatie) — Bildung von Exkreszenzen (Auswüchsen) auf der Oberfläche anderer Organe (kleine
Spreiten auf Laubblättern, petalo'ide Lappen auf Petalen).
Endblättchen — das oberste Blättchen beim unpaarig gefiederten Laubblatt.
endemisch — wird eine Art bezw. Varietät für ein Gebiet bezeichnet, wenn sie einzig dort vorkommt.Endemismus, konservativer (Relikt-Endemismus, Alt- oder Palaeo-Endemismus) — kommt dadurch zu-stande, dass eine alte Sippe in einem beschränkten Gebiete sich bis heute erhalten hat.Endemismus, neogener, progressiver (Neu-Endemismus) — ist dadurch entstanden, dass in einem Ge-biete infolge geänderter Lebensbedingungen aus einer Stammform sich jüngere Sippen abgespaltenhaben.
Endemit — eine nur in einem bestimmten Areal vorkommende Art (siehe Endemismus).
Endknospe — I/LXIX.
Endmakel — II 308.
Endochylen — das Wassergewebe liegt innerhalb des Mesophylls (siehe Periehylen).
Endodermhypodermis — siehe Intercutis.
Endodermis (Schutzscheide) — I/LVII Fig. 65; LXII Fig. 75.
Endokarp — I/CXLIX.
Endoparasiten — leben innerhalb des Wirtsgewebes (intramatrikal) in den Interzellularen (interzellular)oder durchwuchern die Zellen (intrazellular).