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Eine abgekürzte Therapie : Anleitung zur biochemischen Behandlung der Krankheiten
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anzuziehen, doch zn entgegengesetzten Zwecken. Das Chlornatrinmzieht das Wasser an, welches im Organismus verwertet werdensoll; das Natrinmsulphat zieht das in Folge der rückschreitendenZellenmetamorphose entstehende Wasser an und bewirkt die Aus-scheidung desselben aus dem Organismus.

Das Chlornatrinm bewirkt die zur Vermehrung der Zelleuerforderliche Teilung derselben; das Natrinmsulphat entzieht denausgedienten Lencocyten Wasser und veranlaßt dadurch deren Zer-fall. Es ist daher das Heilmittel der Leukämie. Das Natrinm-sulphat reizt, wie im Folgenden näher angegeben, Epithelzellenund Nerven.

Infolge der durch Natrinmsulphat augeregten Tätigkeit derEpithelzellen der Harnkanälchen tritt überschüssiges Wasser mit dendarin gelösten, resp. suspendierten Produkten des Stoffwechsels indie Nieren, um als Harn durch den Weg der Harnleiter und derBlase den Organismus zu verlassen.

Indem das Natrinmsulphat die Epithelzellen der Gallengänge,der Pankreasgänge und des Darms reizt, bewirkt es die Absonde-rung der Sekrete der genannten Organe.

Das Natrinmsulphat hat auch die Aufgabe, die Funktionender Nerven des Gallenapparates, des Pankreas uud des Darmesanzuregen.

Werden die fensorischen Nerven der Harnblase nicht durchNatrinmsulphat gereizt, so kommt das Bedürfnis, Harn zu lassen,der betr. Person nicht znm Bewußtsein: daher ersolgt ein unwill-kürlicher Abgang des Harns (Bettnässen).

Werden die motorischen Nerven des Detrnsors nicht ge-reizt, so entsteht Harnverhaltung.

Infolge einer unregelmäßigen Einwirkung des Natrinm-sulphates auf die Epithelzellen und die Nerven des Gallenapparatesentsteht eine Verminderung resp. eine Vermehrung der Gallen-Se-und Exkretion.

Werden die motorischen Nerven des Dickdarms nicht in ge-nügendem Maße vom Natriumsulphate beeinflußt, so entstehen Ver-stopfung und Blähnugskolik.

Wenn infolge einer Störung in der Bewegung der Natrinm-fulphat-Moleküle die Elimination des überschüssigen Wassers ausden Jntereellularränmen zu langsam von Statten geht, so entstehteine Hydrämie. Die Hydrämie, resp. die Funktionsstörungen imGallenabsonderungsapparate sind die Bedingungen für das Ent-stehen folgender Krankheiten: