Druckschrift 
Chemisches Probircabinet oder Nachricht von der Bereitung, den Eigenschaften und dem Gebrauche der Reagentien
Entstehung
Seite
11
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Die im Handel vorkommende concentrir-te Schwefelfäure ift entweder durch Deftilla-tion aus dem EifenvitrioJ gewonnen, oderdurch Verbrennen des Schwefels mit einer ver-hältnifsmäfsigen Menge Salpeter erzeugt wor-den. Die erfte führt gewöhnlich den Namendeutfches oder NordhäuferVitriolöI,die zweite englifches, ob fie gleich jetzt;auch in Deutfqhland, Frankreich u. a.Ländern bereitet wird. Die avjs dem Eifen-vitriol gewonnene Säure ift gewöhnlich braungefärbt, enthält einen Antheil einer raucli-enden Subftanz, und ift oft auch mit Eifenverunreiniget, die zweite aber faft beftändigbleihaltig, und nicht feiten finden fich auchdarinnen Spuren von arfeniger Säure (weifserriArfenik). Zu chemifchem Gebrauche kann manaber auf folgende Art beide reinigen.

Man nehme eine Retorte von grünemOlafe, die'gut geformt, und rein öline Knöt-chen ift , und etwa 2 Pfuipd Waffer faffen kann,giefse vermittelft eines Trichters, deffen Röh-re bis in den Bauch der Retorte hinabreißt,damit der Hals der Retorte nicht verunreini-get werde fo viel nordhäuler oder e n g la-iche S cli w ef ellüure, dafs etwa der acht©

Tb ei!