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Sinnhold (1. c.) giebt an für:
deutsche Cigarren 1,01—2,96^ NikotinHavanna Importen 0,97—2,24^" »
Cigaretten 0,80—1,48^ »
Pfeifentabak 0,52—1,85# >
Von allen diesen Angaben verzeichnet also die niedrigste 0,52#und die höchste 4,8# Nikotin, was einem Unterschied von 1: 9 gleich-kommt.
In den von mir untersuchten zehn Drogenmustern schwankte derNikotingehalt von 0,84# bis 2,35# und betrug im Mittel 1,21#. Manmuss daher auf diese grossen Schwankungen Rücksicht nehmen unddie Grenzen für den Nikotingehalt ziemlich weit wählen. Hierbeiwürden jedoch die sehr nikotinarmen, wie auch die sehr nikotinreichenTabaksorten auszuscheiden sein, und es würde sich wohl empfehlen,einen Nikotingehalt von 1 bis 2# als Norm anzunehmen.
Beim Vergleich ergiebt sich, dass der 60# ige Alkohol eine grössereAusbeute sowohl an Extrakt als auch an Nikotin erzielen lässt, alsder 90%'ige Alkohol, sodass also dem ersteren der Vorzug zu geben ist.
Unter Zugrundelegung obiger Zahlenwerte lassen sich dann folgeudeGrenzwerte für die Tabaktinktur aufstellen:
Tabacum o.
Spez. Gew. bei 17,5° = 0,905 bis 0,910.
10 grm Tinktur hinterlassen nach dem Eindampfen und Trocknen0,20 bis 0,35 grm eines aromatisch nach Tabak riechenden Rück-standes.
AVerden 25 grm Tinktur unter Zusatz von 0,2 grm Weinsäure ein-gedampft und im Rückstände das Alkaloi'd nach der Methode von C. C.Keller 1 ) bestimmt, so soll die 20 grm Tinktur entsprechende Alkaloid-inenge 2,45 bis 4,95 cm 3 n / 10 Salzsäure zur Sättigung verbrauchen,entsprechend 0,04 bis 0,08 grm oder 0,2 bis 0,4# Nikotin in derTinktur.
Ber. d. d. pharm. Ges. 1898, pag. 148—149.