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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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496
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2. Das Drogenpulver muss vor der Percolation von demMenstruum gut durchtränkt sein. Namentlich dürfen sich keineLuftblasen in der Masse befinden. Hierzu bemerke ich, dass sichdiese Bedingung nach meiner Erfahrung am besten dadurch er-reichen lässt, dass man der Percolation eine kurze Macerationder Droge mit dem anderthalb- bis zweifachen Gewicht Flüssig-keit während eines bis 2 Tage unter öfterem Umschütteln voran-gehen lässt.

3. Der Zufluss der Lösungsflüssigkeit muss ohne Unterbrechungstattfinden, damit nicht nachträglich Luft in die Masse eintritt undzur Bildung von Abflusskanälchen Veranlassung giebt, durch die dieFlüssigkeit ungesättigt hindurchrieseln kann.

4. Aus dem schon oben angeführten Grunde muss die Schnelligkeitim Abtropfen der Tinktur öfters kontrolliert werden.

Wenn nun, wie in Vorstehendem angedeutet wurde, das oben vor-gezeichnete Ziel der möglichst vollständigen Erschöpfung der betreffendenDrogen durch die citierten Arbeiten in erster Linie für die Bereitungder allopathischen Tinkturen angestrebt wurde, so muss die Erreichungdesselben in noch erhöhtem Masse für die homöopathischen Urtink-turen deswegen gefordert werden, weil ja sonst der Begriff der Arznei-kraft, der in der Homöopathie nur in quantitativem Sinne gebrauchtwird, hinfällig werden würde. Um exakte und richtige Potenzen her-stellen zu können, bedarf man vor allem Urtinkturen, die auch wirk-lich den ihnen zugeschriebenen Gehalt besitzen.

Da nun aber diese Forderung, wie schon eingangs angedeutetwurde, nicht auf dem bisher üblichen Wege der Maceration, gleich-gültig ob man hierbei nach Vorschrift der Pharmacopoea polyglottadas Verhältnis von 1 : 5 oder nach der Gruner'schen Pharmakopoevon 1 : 10 anwendet, sondern nach meiner Ansicht nur durch die An-wendung der Pereolationsmethode, dann aber schon unter Beibehaltungdes Verhältnisses von 1 T. Droge zu 5 T. Weingeist, erfüllt werdenkann, so möchte ich es im Folgenden unternehmen, diese Behauptungfür zwölf der gebräuchlichsten Tinkturen zahlenmässig zu beweisen,zumal noch in allerletzter Zeit im August v. J. in einer Sitzung derKommission für die Bearbeitung eines staatlichen homöopathischen

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