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§ 4, unter Verwendung von 60#igem Alkohol, zur Herstellung einerTinktur benutzt.
Beschreibung des angewandten Pflanzenteiles: Die zur Anwendunggelangende weisse Nieswurz muss den im Deutschen Arzneibuche ge-stellten Anforderungen entsprechen.
Charakteristik der Tinktur: Die Tinktur zeigt bei 17,5° ein spez.Gew. von 0,910—0,920. 10 Gramm Tinktur hinterlassen nach demEindampfen und Trocknen 0,30—0,60 Gramm Rückstand. Das aus20 Gramm Tinktur nach § 16 isolierte Alkaloid soll mindestens 0,032Gramm betragen und also 0,8 ein 3 Zehntel-Normal-Salzsäure zur Sätti-gung bei der Titration, unter Verwendung von Jodeosm als Indikator,verbrauchen. Das Alkaloid soll 3—4 % von dem vorhandenen Extrakt-gehalt betragen. Die Tinktur ist von braungelber Farbe und brennen-dem, bitterem Geschmack.
Der Arzneigehalt der Tinktur ist gleich y 10 .
Die Potenzen werden bis zur dritten Decimalverdtinnung mit60^igem, von der vierten an mit 90^igem Alkohol bereitet. Sicsind bis einschliesslich der dritten Decimalverdtinnung in 1 cm dickerSchicht gelblich gefärbt.
Litteratur. Hahnemaau, K. A. M. L. III, pag. 325. — Allen, X, pag. 73.
Veratrum viride.
Grüne Nieswurz.
Stammpflanze: Veratrum viride. Farn. nat.: Colchicaceae.
Vorkommen: Veratrum viride ist in Nordamerika einheimisch.
Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Der ge-trocknete Wurzelstock mit den anhängenden Wurzeln wird nach Vor-schrift des § 4, unter Verwendung von 60«tigern Alkohol, zur Herstellungeiner Tinktur benutzt.