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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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159
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zuerst nur mit der vierfachen Gewichtsmenge Milchzucker exakt ver-rieben wird, ehe die weitere Portion Milchzucker zugesetzt wird.

Charakteristik der Verreibungen: Die in den Verreibungen unterdem Mikroskop bei 200facher Vergrösserung erkennbaren Quecksilber-ktigelchen besitzen einen Durchmesser von 0,001—0,002 mm.

Littsratur: Hahnemann, R. A. M. L. I, pag. 348 u. 432. — Allen, VI, pag. 208.

Mezereum.

Seidelbast,

Stammpflanze: Daphne Mezereum L. Fam. nat.: Thymelaeaceac.

Vorkommen: Der Seidelbast kommt vor in Wäldern, namentlichder niederen Gebirge in Europa und Nordasien.

Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Die frische,vor Beginn der Blüte gesammelte Zweigrinde von Daphne Mezereumwird nach Vorschrift des § 2 zur Herstellung einer Essenz benutzt.

Besehreibung des angewandten Pflanzenteiles: Die Rinde der Zweigedes Seidelbastes ist im frischen Zustande sehr geschmeidig, auf derInnenseite glatt, weisslich, auf dem Querschnitt grünlich. Die äussereRinde ist graugrün oder graubraun und mit kleinen, braunen Warzenbesetzt.

Charakteristik der Essenz: Die Farbe der Essenz ist rötlichbraun,der Geruch narkotisch und der Geschmack widerlich, bitter.

Der Arzneigehalt der Essenz ist gleich '/ 2 -

Die Potenzen werden bis zur dritten Decimalverdünnung mit60^igem, von der vierten an mit 90 %igem Alkohol bereitet.Die niederen Potenzen sind bis einschliesslich der zweiten Decimal-verdünnung in 1 cm dicker Schicht bräunlich bis gelblich gefärbt.

Litteratur: Horn. Vierteljahrsschr. VIII, pag. 4. — Hahnemann, Chr. Iü'. IV,pag. 240. — Allen, VI, pag. 330.