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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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beiseite gestellt, darauf wird die Flüssigkeit bis zur Lösung der aus-geschiedenen Krystallmassen schwach erwärmt, sofort vom ungelöstenQuecksilber dekantiert, durch Glaswolle filtriert und die nach demErkalten nach 24 Stunden von neuem gebildeten Krystalle gesammeltund bei gewöhnlicher Temperatur getrocknet.

Beschreibung und Prüfung der Ursubstanz : Quecksilberoxydulnitratbildet grosse, völlig farblose, schwach nach Salpetersäure riechende,tafelförmige Krystalle. In Wasser unter Zusatz von etwas Salpeter-säure gelöst, färbt es die Haut und überhaupt Eiweissstoffe rötlich.Das Präparat soll beim Erwärmen auf einem Porzellanscherben völligflüchtig sein und sich in gleichen Teilen Wasser, das mit Salpeter-säure schwach angesäuert ist, klar und vollständig auflösen. Wird eineProbe des Präparates mit der gleichen Gewichtsmenge Chlornatriumvermischt und das Gemisch mit Wasser geschüttelt, so darf das Filtratdurch Schwefelwasserstoff nicht dunkel gefärbt werden.

Bereitung der Arzneiform: Quecksilberoxydulnitrat wird nach Vor-schrift des § 7 zur Herstellung von Verreibungen benutzt.

Litteratur: A. H. Z. XL, pag. 329; LIV, pag. 27. Allen, Mat. med. YI,pag. 292.

Mercurius praecipitatus ruber.

Eotes Quecksilberoxyd,

Ursubstanz: Kotes Quecksilberoxyd, HgO.

Beschreibung der Ursubstanz: Das Quecksilberoxyd muss den imDeutschen Arzneibuche gestellten Anforderungen entsprechen.

II

Bereitung der Arzneiform: Das Quecksilberoxyd wird nach Vor-schrift des § 7 zur Herstellung von Verreibungen benutzt.

Litteratur: Hahnemann, E. A. M. L. I, pag. 426. A. H. Z. YI, pag. 240. Allen, IV, pag. 295.