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Ignatia.
Ignatiusbohne,
Stammpflanze: Strychnos Ignatia Berg. Farn. nat.: Loganiaceae.
Vorkommen: Strychnos Ignatia ist auf den Philippinen einheimisch.
Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Die feiu-gepulverten Samen werden nach Vorschrift des § 4 unter Verwendungvon 60^igem Alkohol zur Herstellung einer Tinktur benutzt.
Beschreibung des angewandten Pflanzenteiles : Die reifen Samen, diesogenannten Ignatiusbohnen, sind muskatnussgross, länglich, unregel-mässig vierseitig, auf einer Seite gewölbt, auf der anderen Seite flach.Aussen sind sie bräunlich, innen heller, gelblich bis grau, sehr hartund hornartig. Sie sind geruchlos und schmecken intensiv bitter. Dasnach § 16 aus 10 Gramm gepulverten Ignatiusbohnen isolierte Alka-loid soll mindestens 0,25 Gramm betragen.
Charakteristik der Tinktur: Die Tinktur zeigt bei 17,5° ein spez.Gew. von 0,912—0,916. 10 Gramm Tinktur hinterlassen nach demEindampfen und Trocknen 0,45—0,55 Gramm Rückstand. Die nach§ 16 aus 20 Gramm Tinktur isolierte Alkalo'idmenge soll mindestens0,100 Gramm = 0,5^ der Tinktur betragen, also bei der Titration2,75 cm 3 Zehntel-Normal-Salzsäure zur Sättigung bei Verwendung vonJodeosin als Indikator verlangen. Mischt man drei Tropfen der salz-sauren Alkaloidlösung mit drei Tropfen concentrierter Schwefelsäureund fügt einige Tropfen einer Salpeterlösung 1:1000 zu, so tritt diefür Brucin charakteristische liosafärbung ein. Das Alkalo'id soll 9— 11%von der vorhandenen Extraktmenge betragen. Die Tinktur ist vonweingelber Farbe und intensiv bitterem Geschmack.
» Der Arzneigehalt der Tinktur ist l / i0 .
Die Potenzen werden bis zur dritten Decimalverdünnung mit60^ igeni, von der vierten an mit 90^'igem Alkohol bereitet.Die niederen Potenzen sind bis einschliesslich der zweiten Decimal-verdünnung in 1 cm dicker Schicht gelblich gefärbt.
Litteratur: Ilalmemann, R. A. M. L. (3. Aufl.), II, pag. 139. — Allen, V,pag. 6ti.