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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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124
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Fucus vesiculosus.

Blasentang.

Stammpflanze: Fucus vesiculosus L. Fam. nat.: Phaeopbyceae.

Vorkommen: Der Blasentang ist sehr häufig iu der Nord- und Ost-see, im Atlantischen Ocean und im Mittelländischen Meer.

Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Der ge-trocknete, von anhängenden Muscheln und fremden Algen befreiteBlasentang wird nach Vorschrift des §4 zur Herstellung einer Tinkturbenutzt.

Beschreibung der Pflanze: Der Blasentang wächst im Meer annicht zu tiefen Stellen. Er wird oft über einen Meter lang. Der Thalluswurzelt mit Rhizoiden im Meeresboden. Der Stamm des Thallus istflach, vielfach gabelig verästelt und besitzt der ganzen Länge nacheine Mittelrippe. Neben der Mittelrippe stehen längliche, ovale oderkugelige, luftführende Blasen häufig zu zweien oder auch einzeln, mitderen Hilfe der Stamm mehr oder weniger aufrecht oder flutend ge-halten wird. Die Fruchtstände stehen an den Spitzen der Aeste, sindentweder herzförmig oder eiförmig plattgedrückt und körnig blasig.Die ganze Pflanze ist im frischen Zustande olivengrün oder gelblich-braun, im getrockneten Zustande lederig und schwarzbraun.

Charakteristik der Tinktur: Die Farbe der Tinktur ist grün, derGeruch schwach nach Trimethylamin und der Geschmack nicht charak-teristisch.

Der Arzneigehalt der Tinktur ist gleich '/ io-

Die Potenzen werden mit 90^igem Alkohol bereitet. Die niederenPotenzen sind bis einschliesslich der zweiten Decimalverdünnung in1 cm dicker Schicht grünlich bis gelblich gefärbt.

Litteratur: Monatsh. d. A. H. Z. Sem V, pag. 44. Brit. Journ. of hom.,Jan. 1863. Allen, Mat. med. IV, pag. 369.