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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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Bereitung der Arzneiform: Die Holzkohle wird nach Vorschriftdes § 7 zur Herstellung von Verreibungen benutzt.

Litteratur: Hahnemann, Ii. A. M. L. VI, pag. 120. Halinemann, Chr. KrIII, pag. 33. Allen, II, pag. öGü.

Carduus marianus.

Mariendistel.

Stammpflanze: Silybum marianum Gärtner. Farn. nat.: Compositac.

Vorkommen: Die Mariendistel ist in Südeuropa und Asien aufSchutthaufen einheimisch und wird in Deutschland häufig kultiviert.

Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Die reifenSamen werden zur Herstellung einer Tinktur nach folgender Vorschriftbenutzt: Ein Gewichtsteil der reifen, unzerstossenen Samen wird miteinem Gewichtsteil Wasser und einem Gewichtsteil starkem Weingeistübergössen und nach achttägiger Maceration abgegossen und filtriert.

Beschreibung des angewandten Pflanzenteils: Die reifen Samen derMariendistel sind länglich eiförmig, ca. 5 mm lang und 2 mm breit,plattgedrückt und nach oben etwas verbreitert. Sie besitzen eine ein-fache, leicht abfallende Haarkrone, eine glatte, braune, glänzende Schaleund einen weissen, öligen Kern.

Charakteristik der Essenz: Die Farbe der Essenz ist rotbraun und«

der Geschmack etwas herbe.

Der Arzneigehalt der Tinktur ist gleich Es müssen also zurHerstellung der ersten Decimalpotenz ein Teil Tinktur und zwei Teile45^iger Weingeist genommen werden. Die zweite und dritte Deci-malpotenz wird mit 60^igem Alkohol, alle höheren Potenzen werdenmit 90^ igem Alkohol bereitet. Die niederen Potenzen sind bis ein-schliesslich der zweiten Decimalverdiinnixng in 1 cm dicker Schichtgelblich gefärbt.

Litteratur: Horn. Vierteljahrsschrift III, pag. 453. 467. Oehme, Hale's Am.Illm. pag. 118. Allen, II, pag. C35.