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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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Seite
68
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Charakteristik der Tinktur: Die Farbe der Tinktur ist gelblichgrlin,Geruch und Geschmack aromatisch, nach Arnicablüten.

Arnicae emplastrum.

Arnicapflaster.

Vier Gewichtsteile fein zerschnittene Hausenblase werden in einerhinreichenden Menge Wasser durch Kochen aufgelöst. Nach demColieren wird die Lösung auf 16 Gewichtsteile auf dem Wasserbadeeingedampft und mit einem noch warmen Infusum von 3 Gewichts-teilen Radix Arnicae in 24 Teilen Wasser vermischt. Diese Mischungwird auf Taffet aufgetragen, bis noch 1 / 4 vom Ganzen übrig ist. Diesemwerden 4 Gewichtsteile Tinctura Arnicae ad usum externum zugesetztund der liest hierauf vollends auf den Taffet verstrichen. (Gruner.)

Arsenicum.

Weisser Arsenik.

Ursubstanz: Arsenige Säure As 2 0 3 .

Beschreibung und Prüfung der Ursubstanz: Die arsenige Säuremuss den im Deutschen Arzneibuche unter Acidum arsenicosum ge-stellten Aufforderungen entsprechen.

Bereitung der Arzneiform: Die arsenige Säure dient zur Herstel-lung von Verdünnungen nach folgender Vorschrift: Es wird eine Lösungdurch Kochen von einem Teile feingepulverter arseniger Säure mit sechzigTeilen Wasser bereitet. Darauf wird filtriert, das Filtrat mit Wasserzu 90 Teilen ergänzt und mit 10 Teilen Weingeist versetzt. DieseLösung stellt die zweite Decimalverdünnung dar und wird nach § 6bweiter potenziert. Die arsenige Säure wird ausserdem nach Vorschriftdes § 7 zur Herstellung von Verreibungen benutzt.

Prüfung der Verdünnungen und Verreibungen: 5 Gramm der erstellbis fünften Decimalpotenz (trocken oder flüssig) geben bei der Behand-lung im Marsh'schen Apparat einen deutlichen Arsenspiegel. Zur Aus-führung dieser Prüfung wird in einer Flasche Wasserstoffgas aus che-misch reinem Zink und reiner Schwefelsäure (1:10 verd.) entwickelt