Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Der vor-sichtig getrocknete und gepulverte Wurzelstock nebst den Wurzelnwird nach Vorschrift des § 4 unter Verwendung von 90^igem Alkoholzur Herstellung einer Tinktur benutzt.
Beschreibung des angewandten Pflanzenteils: Der Wurzelstock istkriechend, am vorderen Ende schräg aufwärts gerichtet, braun und mitvielen Nebenwurzeln besetzt. Die unteren Blätter sind breiteiförmig,stehen rosettig zu 4—6 und liegen der Erde flach auf, die oberenBlätter sind mehr länglich und gegenständig. Die grossen, gelbenBlütenköpfe stehen einzeln, 1—5 an jeder Pflanze. Die ganze Pflanzeist drüsig behaart und riecht angenehm und stark aromatisch.
Charakteristik der Tinktur: Die Tinktur zeigt ein spez. Gew. von0,840 bis 0,845 bei 17,5°. 10,0 Gramm der Tinktur hinterlassen nachdem Eindampfen und Trocknen 0,20—0,25 Gramm Rückstand. DieTinktur ist von grünlichgelber Farbe mit einem Stich ins Bräunliche,vom charakteristischen Geruch der Arnicawurzel und von gewttrzigem,brennendem Geschmack.
Der Arzneigehalt der Tinktur ist gleich Yio-
Die Potenzen werden mit 90^igem Alkohol bereitet; in 1 cm dickerSchicht sind die niederen Potenzen bis einschliesslich der zweiten Deci-malverdünnung gelblich gefärbt.
Litteratur: Hahnemann, E. A. M. L. I, pag. 469 u. 471.
Arnica ad usum externum.
Stammpflanze: Arnica montana L. Fam. nat.: Compositae.
Vorkommen: Arnica montana wächst auf feuchten Wiesen, nament-lich in den Gebirgen Europas wild und wird ausserdem stellenweisekultiviert.
Bereitung der Arzneiform: Die frisch gesammelte, blühende, gutabgetrocknete Pflanze von Arnica montana wird mit fünf Gewichts-teilen Weingeist übergössen und die Tinktur nach achttägigem Stehenabgepresst und filtriert.