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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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Anschauungen der modernen Chemie nicht zu kollidieren (§ 5, Seite 33).und zwar bereiten wir von denjenigen Stoffen, welche sich in 10 TeilenWasser vollständig lösen, '/^Lösungen (V 10 Arzneigehalt nach § 5a), vonden übrigen Vioo Lösungen (Vioo Arzneigehalt nach § 5b). Bei den Säuren(Muriatis acidum Nitri acidum, etc.) ist in Berücksichtigung des vonHahnemann aufgestellten Prinzips des »Arzneigehalts« die reine Säureals Einheit angenommen, welcher sodann die nötige Quantität Wasserzugesetzt wird, um die erste Decimalpotenz herzustellen.

In § 6 (Seite 34) ist die Bereitung der weingeistigen Lösungenund deren Potenzierung gelehrt; sub a. von den Mitteln, bei denen sichein Gran in 10 Tropfen Weingeist löst, während nach § 6b (1 Gran in 100Tropfen = 1 / ]0I) Arzneigehalt) diejenigen Arzneimittel hergestellt werden,die nur in Minimaldosen zur Anwendung kommen. Der § 6 ist eigent-lich identisch mit dem § 4, doch war aber ein Unterschied zu machenzwischen Lösungen und Tinkturen. Harze, z. B. Resina Guajaci u. a.,werden aufgelöst, während Drogen nur extrahiert werden.

Seite 22 und im § 7 (Seite 35) ist die Anfertigung der Ver-leihungen trockener Substanzen mit Milchzucker besprochen. Nachreiflicher Ueberlegung ist dabei die Originalvorschrift Hahnemannsin getreuem Wortlaut beibehalten worden, ohne selbst die anscheinendpedantischen Stileigentümlichkeiten derselben aufzugeben.

Hahnemann hat seine Prüfungen mit Präparaten gemacht, welcheauf die von ihm beschriebene Weise angefertigt worden waren, undes ist dabei wohl in Erwägung zu ziehen, dass es sich nicht alleindarum handelt, den Arzneistoff nur so obenhin mit Milchzucker zumischen, sondern vielmehr denselben aufs innigste zu ver-reiben und molecular zu verfeinern, d. h. dem Urstoffe diegrösstmögliche Oberfläche zu geben und somit seine Wirk-samkeit gleichsam aufzuschliessen und zu verstärken. Eskann nicht oft genug wiederholt werden, dass nur bei genauer Be-folgung der Hahnemannsehen Vorschrift stets gleiehmässige Präpa-rate erzielt werden können. Wenn aber doch eine Abweichung hatstattfinden müssen, so ist dies bei den betreffenden Mitteln angegeben.Das Verreiben, Aufkratzen und Aufscharren der Verreibungen musssehr sorgfältig ausgeführt werden, damit nicht unzerteilter Urstoff inhöhere Verreibungen Ubergeschleppt werde.