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Droguerie-, Spezerei- und Farb-Waaren-Lexikon, oder vollstandige und genaueste Anleitung, die officinellen Benennungen der Droguerie-Waaren, welche auf den Preis-Couranten gewöhnlich abbrevirt sind, in den ganzen Worten richtig deutsch und lateinisch verstehen zu können
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mach», haben gerbestoffhaltige und gelbfärbende Eigen-schaften. Der erste liefert den ächte», der zweite denunächten venetianische» oder italienischen Sumach, InSicilien wird der Snmach zwischen Mühlsteinen zugrobem Pulver gemahlen, in den österreichischenGrenz-Provinzen läßt man ihn von Pferden kleintreten. In Südfrankreich mahlt man die Blättermehrerer Pflanzen zu Sumach. Bei Land au an derJsar in Bayern macht man Sumach aus Tamaris-j kenblättern. Guter Sumach muß grün und srisch seyn;der weiße, grauliche und schwärzliche hat wenig Kraft.

Tabak. Ursprünglich ist Südamerika das Baterland dieser Pflanze,jetzt wirv sie aber fast in allen Erdtheilen gebaut. DieBlätter gehören unter die IVsrcoticg. Es gibt sehr vieleTabakspflanze», von denen Folgende die besten sind:») Der virginische Tabak aus Südamerika, erwird auch um Nürnberg »nd in der Rheinpfalz^ gebaut.

d) Der Bauern- oder kleine Tabak ebenfalls von

Amerika, wird bei uns selten gebaut,c) Der klebrige oder Soldatentabak aus Peru,wird bei uns in Gärten n»d auch in Ungarn gebant,er ist kräftiger als die andern Arten.

<l) Der Jungferntabak wird im Nürnbergischenebenfalls in Gärten gezogen und ist in Peru zu Hause,o) Der strauchartige Tabak oder Baumkanaster,

chinesischer Tabak von China nnd vom Cap.s) Der kurzblätterige Tabak aus Amerika iuAl t hald enSl eb en gebaut. Sein Blatt gibt die fein-sten Cigarren.

j?) Der großblätterige Tabak, hat blaßgrünc, 2 bisZ Fnß lange und l Fnß breite Blätter und wird eben-falls in AI tha ld en s l e be» gebaut.

>i) Der asiatische Tabak, welcher sehr fette Blätter hat.!Man baut den Tabak gewöhnlich Felderweise, bricht die^ Blüthen ab, ehe sie sich noch ganz entwickeln, damit diePflanze mehr Kraft zur Ausbildung der Blätter behält,nimmt nach einiger Zeit die untern Blätter, welche früherabsterben würden »nd später erst bie ganz ausgebildetenobern ab, diese gebe» die eigentlichen Tabakblätter. Diefrüher abgenommenen nennt man Erd- oder Sand gut,sie sind dünn, leicht »nd wenig gehaltreich. Die kleinen^ Blätter, welche man »ach Abnahme der großen noch amStamme läßt, damit sie nachwachsen, werden später eben-falls abgenommen und kommen unter dein Namen Geizin den Haudel. Sie geben einen schwächern, minder gutriechenden und schmeckenden Tabak. Die abgepflücktenBlätter läßt man gewöhnlich auf Haufen etwas schwi-

Die rohen Blätter dieserPflanze bringen, innerlichgenommen, sehr heftigeWirkungen, als Erbrechen,Dnrchsall u»d, wie allenarkotische Mittel, Kopfweh,Schwindel n. s. w. her-vor; in kleinern Gabenwirken sie besonders auf dieHarnabsonderung. Sie sinddaher gegen Wassersuchten»nd Krankheiten der Harn-wege empfohlen; auch ge-gen krampfhafte Beschwer-den hat man sie mit Nutzengegeben. Der Tabaksrauchdient gegen Zahnweh, undwird außerdem vorzüglichin Klystiren beim Schein-tod, eingeklemmten Brüchen,Koliken angewandt. AlsNiesemittel sind die getrock-neten Blätter bekannt ge-nug. Eines schwachen Ans-gnsses der Tabakblätter hatman sich gegen Krätze undtrockenen Grind bedient.