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— Humav/l etv.
DeutscheKenennunge».
Vorkommen, Jereitnng. Eigenschaften.
Anwendung.
Senfmehl.
Spaniol.
Stärke.
Stanniol»
oderZinnblech.
Snmach
oderSchmak.
Blättern gewarnt, der Arsenik - Bestandtheile wegen, keineWände damit zu bestreichen und keine Tapeten, aufwelche selbiges getragen ist, in Zimmern zu verwenden.Mau bereitet auch dieses Grün iu allen Farbenfabriken.Nicht zu verwechseln ist es mit dem ihm ähnlichen Wie-ner-, Kaiser- und Mittisgrün.
Siehe 8en>. Lriicse psx. 175.
Die daraus zum Speisen bereitet werdenden Senfe werdentheils in Fäßchen, theils in Töpfen von Fayance ver-sendet, auf welchen schöne Vignetten geklebt sind, undwelche die Benennung des Inhalts als ->ux t'.spres etiiuckois, k>nx snliais, ?> I'östiüAnn, !>ux lines Ksrbks etc.,sowie die Namen der Verfertiger enthalten.
Eine feine Sorte Schnupftabak, die ursprünglich in Ame-rika und Spanien, aus mit rother Erde gefärbtenHavannablättern gemacht wurde.
Es gibt deren zwei Sorten, die beste aus Weizen, die an-dere aus Kartoffeln bereitet, man heißt sie daher Ge-treide- oder Kartoffelstärke; sie erscheint iu unregelmäßi-gen glänzenden oder matt weißen Klümpchen oder Stän-gelchen, welche im kalten Wasser blos zerfallen, mit heißemangebrühet aber einen Kleister bilden. Gute Stärkemuß weiß, geruch- und geschmacklos seyn und. als Beweis blos ans Weizen gemacht zu bestehen, zwischenZunge und Gaumen kleben: man bewahrt sie am bestenan ganz trockenen Orten ans, da sie sonst leicht schimmelt,und von Milben zerfressen wird. Man bezieht sie vonHalle in Sachsen, Straßburg, NördlingenRegensburg, Landshut u. s. w.
Ist zu Blättern oder dünnen Blechen geschlagenes oder ge-walztes Zinn, man nimmt dazu das reinste, da diesesweniger reißt und unterscheidet es nach der Dicke inmehrere Sorten, oft auch nach dem Gebrauch. Spie-gelsolie oder Stanniol nennt man das zum Be-legen der Spiegel bestimmte. Unter Zinnfolie be-greift man dünne Blätter, welche meist zu weißen odergefärbte» Folien und Blättern bestimmt sind. Nürn-berg liefert sehr viel Zinnfolie zum Spiegelbelegen undanderen Zwecken.
Die Blätter, Blattstiele und kleinen Zweige des im süd-lichen Europa wachsenden Gerbersnmachs. sowie diedes in Sibirien und Süd-Europa wachsenden, auchim nördlichen Deutschland gepflanzten Perückensu-
Sie dient zu Backwerk, Klei-ster, zum Steifen der Lei-nen, zu Oblaten, zu Haar-puder, Sago und Suppen-gries, zur Verdickung derBeizen beim Kattundruck,unter Berliner-, Neu - undWaschblau.
Die dicken Zinnbleche gebrauchtman zu Kesseln und andernGefäßen, zu Notenplatten,zur lleberziehuug von Schenk-und Blumentischen. Diedünnen zum Belegen derSpiegel, zum Einschlagender Choeolade und Vanille,im Orient zum Dachdecken,wobei sie mit gelbem Fir-niß überzogen werden.
Man gebraucht ihn zum Ger-ben, sowie zum Gelb- undSchwarzfärben u. als Beizebeim Türkischrothsärben.