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Droguerie-, Spezerei- und Farb-Waaren-Lexikon, oder vollstandige und genaueste Anleitung, die officinellen Benennungen der Droguerie-Waaren, welche auf den Preis-Couranten gewöhnlich abbrevirt sind, in den ganzen Worten richtig deutsch und lateinisch verstehen zu können
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— Okkate«.

DeutscheKenennungen.

Vorkomme», Kereitung, Äizenschasten.

Anwendung.

SächsischesLakmus.Waschblau.

Neuroth.

Neuwiederblau

und

Neuwiedergrün.

Nudeln.Maeearoni.

Oblaten.

Gewöhnlich färbt man feines Stärkmehl mit aufgelös-tem Indigo und formt aus der teigartigen Masse dünneVierecke und bestreicht die Oberfläche mit derselben, oftauch mit gefälltem Indigo oder blausaurem Eisen, umihr ein dunkleres Ansehen zu geben. Aus Berlinerblau,Blauholz oder Heidelbeeren bereitetes Neublau ist ver-werflich. ersteres bringt Eisenflecken hervor und letzteresfärbt die Wäsche. Das mit Berlinerblau gefärbte er-kennt man an seiner hellblauen Farbe, daß es im Brucheglasartig ist und schwer im Wasser zergeht. Das, wo-bei Blauholzabsud ist, hat eine schmutzige Farbe, undaufgelöst im Wasser, fällt ein schwärzlicher Auszug zuBoden. Fast alle Farbenfabriken liefern diesen Artikel.Flüssiges Waschblau macht mau aus Indigo und Schwe-felsäure durch Zusatz von etwas Kreide und ist selbigessehr schön und wohlfeil bei Rndolph König in Ans-bach zu haben.

Wird ans dieselbe Art wie das Neublau bereitet; man ver-wendet dazu gepulverten oder gemahlenen feinen Kugel-lak in verschiedenen Nuancen.

Ist eine blaue und grüue Kupferfarbe, welche ebenfalls diebekannten Farbenfabriken liefern.

Bestehen aus getrocknetem nnd in eine bestimmte Form ge-brachtem Mehlteig, sie werden entweder aus Mehl undWasser, oder aus Mehl, Wasser, Eier», Salz, Safran,Safflor oder Kurknme gemacht nnd erhallen ihre Gestaltdurch Pressen in Formen oder aus verschieden gestaltetenLöchern, oder aus einer Art Spritze. Sie kommen alsFadennudeln, i» Bändern, hohlen Röhren, Stängeln,Schnecken, Linsen, Erbsen, Würmern (ital. Vermicelligenannt) in den Handel. Die Stangennudeln heißt manin Italien Man verpackt sie i» Kisten

von 25 oder Sl> Pfd. und verkauft sie nach dem Ge-!Wichte. An trockenen Orten halten sie sich sehr lange!in unverändertem Znstande; an feuchten verderben sie^sehr leicht. Man bezieht sie Von Nürnberg, Halle.Erfurt, Dresden, München, Wien, Prag..Mainz, Genua, Parma, Bologna, Rom, Reg-gio »e. Italien ist das Land, wo die Nudeln mitzur allgemeinsten Nahrung gehören nud daher dort inMenge verfertigt werden.

Sind dünne aus Mehlteig durch Trocknen oder Backeneiner dünnen Lage derselben zwischen eisernen Platten er-haltene Blätter. Nürnberg versorgte lange Zeit

Die Benntzung ist wie beimNeublau.

Mit Oel oder mit Leimwasserabgerieben dienen sie alsAnstreichfarbe.

Sie dienen zur Suppe.

Sie diene» zum Siegeln derBriefe und als Hostien zumchristlichen Abendmahle.